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14.02.2011

14:15 Uhr

Projekt Mars500

„Raumfahrer“ simulieren Mars-Spaziergang

Zu ihrem ersten Ausflug auf eine nachgestellte Mars-Oberfläche haben zwei Teilnehmer des Projekts Mars500 in Moskau ihren Container verlassen. Die „Raumfahrer“ waren über Monate hinweg eingesperrt, um einen Flug zum Roten Planeten zu simulieren.

Im Kontrollzentrum in Moskau wurde der "Außeneinsatz" gespannt verfolgt. Quelle: Reuters

Im Kontrollzentrum in Moskau wurde der "Außeneinsatz" gespannt verfolgt.

DüsseldorfBeim bislang aufwendigsten Mars-Experiment in der Geschichte der Raumfahrt haben zwei Teilnehmer in Moskau die ersten Schritte auf einer nachgestellten Mars-Oberfläche unternommen. Der Russe Alexander Smolejewski und der Italiener Diego Urbina seien nach mehr als achtmonatiger Isolation für rund 50 Minuten aus einem Container gestiegen, teilte das Moskauer Institut für biomedizinische Probleme (IMBP) am Montag mit.

Auf dem in einer Halle simulierten Roten Planeten rammten die beiden in Raumanzüge gekleideten Männer eine russische Trikolore sowie die Europaflagge mit Sternenkranz in den Sand und entnahmen Bodenproben. Smolejewski und Urbina sowie der Chinese Wang Yue stellen in den kommenden Tagen zwei weitere Ausflüge auf dem Himmelskörper nach.

Dabei hilft ihnen im Rahmen des Projekts Mars500 ein Roboterfahrzeug („Mars-Mobil“). Drei weitere Probanden - die Russen Alexej Sitjow und Suchrob Kamolow sowie Romain Charles aus Frankreich - warten bis Ende Februar im benachbarten „Mutterschiff“ auf ihre Kollegen.

Die sechs „Raumfahrer“ simulieren bereits seit Juni 2010 auf dem Gelände des IMBP einen Flug zum Mars und zurück. Dafür leben sie noch bis Anfang November in fast völliger Isolation. An dem Projekt beteiligt sich unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Von

dpa

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