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14.08.2015

09:46 Uhr

Projekt XS-1

Hyperschallflugzeug soll 2018 starten

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Das unbemannte Hyperschallflugzeug XS-1 soll einmal Satelliten kostengünstig ins All transportieren. Drei Unternehmen entwickeln Konzepte für das ambitionierte Projekt, 2018 soll der High-Tech-Flieger erstmals abheben.

Der Hightech-Flieger soll Satelliten schneller und billiger ins All bringen als bisherige Systeme. (Foto: Darpa)

Hyperschallflugzeug XS-1

Der Hightech-Flieger soll Satelliten schneller und billiger ins All bringen als bisherige Systeme. (Foto: Darpa)

BerlinEinen Satelliten ins All bringen und dann schnell wieder bereit sein für den nächsten Start: Das soll das Experimental Spaceplane (XS-1) ermöglichen. Drei Konsortien arbeiten an diesem Projekt der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), der Forschungsagentur der US-Streitkräfte. Die Darpa hat ihnen gerade neue Mittel für die Entwicklung zur Verfügung gestellt.

XS-1 ist ein unbemanntes Flugzeug, das die erste Stufe des Transportsystems darstellt: Es wird mit einer Rakete huckepack starten – unklar ist noch, ob senkrecht von einer Startrampe oder wie ein Flugzeug von einer Startbahn aus. Mit Hyperschallgeschwindigkeit (Mach 10) soll es bis unterhalb des Orbits aufsteigen.

Dort wird die Rakete ausgeklinkt und gezündet. Sie bringt den Satelliten dann in eine niedrige Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, Leo). Das XS-1 kehrt zur Erde zurück und landet wie ein Flugzeug.

XS-1 soll ein Raumfahrzeug mit einem Gewicht von 1,3 Tonnen bis 2,3 Tonnen ins All befördern. Nach der Landung soll es innerhalb von 24 Stunden wieder startbereit sein. Zehn Starts in zehn Tagen ist das Ziel der Darpa.

Schnelligkeit ist aber nicht die einzige Vorgabe: XS-1 soll Satelliten deutlich günstiger in den Orbit transportieren als heute die Raketen. Fünf Millionen US-Dollar soll ein Satellitenstart kosten – das ist etwa ein Zehntel des heutigen Preises.

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