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21.11.2014

12:08 Uhr

Raumfahrt

Alle lieben Astro-Alex

Alexander Gerst ist für die Befürworter der Raumfahrt ein Geschenk des Himmels. Der sympathische Weltall-Heimkehrer absolviert momentan Auftritt um Auftritt – nicht zuletzt, um die Zukunft der Raumstation ISS zu sichern.

Seit seiner Rückkehr aus dem All wird Esa-Astronaut Alexander Gerst nicht müde, die Vorzüge der bemannten Raumfahrt anzupreisen. dpa

Seit seiner Rückkehr aus dem All wird Esa-Astronaut Alexander Gerst nicht müde, die Vorzüge der bemannten Raumfahrt anzupreisen.

KölnEin aufschlussreiches Zitat kam bei der Konferenz im Europäischen Astronautenzentrum in Köln am Mittwoch nicht von den Podiumsteilnehmern, sondern aus den Reihen der Zuhörer. Ein Mitarbeiter der Europäischen Weltraumagentur ESA seufzte: „Alle lieben Alex. Davon werden wir noch lange zehren müssen.“

Alexander Gerst ist ein Phänomen, das bewies er auch diesmal wieder. Da parlierte er in makellosem Englisch, alles druckreif. Und blieb eben doch Alex. Einer der abhebt, aber dabei kein bisschen abgehoben rüberkommt.

Die ESA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) scheinen entschlossen, die „Alex-Festwochen“ noch mindestens bis zum 2. Dezember auszudehnen. Dann entscheidet eine Ministerrats-Konferenz über die Finanzierung des europäischen Teils der Internationalen Raumstation ISS für die nächsten drei Jahre.

Bei dem Gedanken daran bekommt der Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt, Thomas Reiter, ein „ungutes Bauchgefühl“, denn: „Wir wissen alle, wie die wirtschaftliche Situation insgesamt in Europa ist, und deshalb blicke ich natürlich mit Spannung der Konferenz entgegen. Die Anzeichen deuten eigentlich darauf hin, dass wir die erforderliche Finanzierung erhalten, aber letztendlich werden wir das erst am Abend des 2. Dezember wissen.“

Deshalb kann so eine Konferenz wie jetzt in Köln sicher nicht schaden. Führende Mediziner, Physiker, Zellbiologen und Molekularwissenschaftler versicherten dabei immer wieder aufs Neue, wie wichtig die ISS-Experimente in der Schwerelosigkeit für ihren Forschungszweig und damit am Ende auch für ganz normale Erdlinge seien.

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