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20.04.2011

12:36 Uhr

Raumfahrt

Bezos und Musk entwickeln Shuttle-Nachfolger

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Amazon-Gründer Jeff Bezos und Tesla-Motors-Chef Elon Musk bauen möglicherweise den Nachfolger des Spaceshuttles. Ihre Unternehmen erhalten von der Nasa Fördermittel für die Entwicklung eines neuen Raumfahrzeugs.

Start einer von SpaceX entwickelten "Falcon 9"-Rakete. Das Raumfahrtunternehmen erhält von der Nasa 75 Millionen Dollar zur Entwicklung eines Shuttle-Nachfolgers. Quelle: ap

Start einer von SpaceX entwickelten "Falcon 9"-Rakete. Das Raumfahrtunternehmen erhält von der Nasa 75 Millionen Dollar zur Entwicklung eines Shuttle-Nachfolgers.

BerlinDer vorletzte Flug eines Spaceshuttles steht kurz bevor: Am 29. April um 15:47 Uhr (Ortszeit Florida) wird das Shuttle Endeavour zu seinem letzten Flug ins All starten. Die letzte Spaceshuttle-Mission ist für Juni geplant.

Künftige Raumfahrzeuge wird nicht mehr die Nasa entwickeln. Die US-Weltraumbehörde hat jetzt vier US-Unternehmen 270 Millionen US-Dollar für die Entwicklung eines Spaceshuttle-Nachfolgers zur Verfügung gestellt.

Unter den US-Luft- und Raumfahrtunternehmen, die an der Raumfähre der Zukunft arbeiten, sind auch Space Exploration Technologies (SpaceX), das Unternehmen von Elon Musk, Gründer von Paypal und heute Chef von Tesla Motors, sowieBlue Origin, das von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründet wurde. Die beiden Konkurrenten sind Sierra Nevada und Boeing.

Der US-Luftfahrtkonzern Boeing bekommt mit 92,3 Millionen US-Dollar den Löwenanteil der Nasa-Finanzierung, gefolgt von Sierra Nevada mit 80 Millionen US-Dollar.SpaceX erhält 75 Millionen US-Dollar, Blue Origin 22 Millionen.

Es ist die zweite Runde des sogenannten Commercial-Crew-Development-Programms (CCDev2) der Nasa. Ziel des Programms ist, die Entwicklung eines bemannten Raumfahrzeugs zu beschleunigen.

Die Nasa wolle, dass „US-Astronauten in Raumfahrzeugen, die in Amerika gebaut wurden“, ins All fliegen und dass die Regierung diese Aufgabe nicht mehr anderen Staaten überlasse, sagte Nasa-Direktor Charles Bolden. Mit dem Ende der Shuttle-Flüge verfügt die Nasa über kein eigenes Trägersystem für Personentransporte ins All und wird vorerst entsprechende Kapazitäten in russischen Sojus-Kapseln teuer einkaufen müssen.

Musks Unternehmen SpaceX verfügt bereits über die Trägerrakete vom Typ Falcon 9, die eine Nutzlast von knapp 10,5 Tonnen in den sogenannten Low Earth Orbit (LEO) transportieren kann. Geplant ist, dass SpaceX künftig die Internationale Raumstation ISS versorgen soll.

Eine Raumkapsel für Astronauten hat im vergangenen Dezember einen ersten Test erfolgreich absolviert. Indem die Nasa privaten Unternehmen die Flüge in den LEO überlasse, könne sie selbst sich der Erkundung weiter entfernter Gegenden des Weltraums widmen, erklärte Bolden.

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