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01.12.2013

21:45 Uhr

Raumfahrt

China greift nach dem Mond

Seit Sonntag befindet sich China auf dem Weg zum Mond. Am 14. Dezember soll das Raumschiff „Chang'e 3“ landen, ein Fahrzeug wird unter anderem nach Rohstoffen suchen. Es ist der Start eines ehrgeizigen Weltraumprojekts.

Soll die Mondoberfläche erkunden und nach Rohstoffen suchen: Das Mondfahrzeug Jadehase (Yutu). dpa

Soll die Mondoberfläche erkunden und nach Rohstoffen suchen: Das Mondfahrzeug Jadehase (Yutu).

PekingAls dritte Nation der Erde will China eine Mondlandung unternehmen. Eine Rakete vom Typ „Langer Marsch 3B“ mit dem Raumschiff „Chang'e 3“ startete am Sonntag MEZ erfolgreich vom Raumfahrtbahnhof Xichang in der Provinz Sichuan in Südwestchina. 19 Minuten später trennte sich die Mondsonde von der Rakete und zündete sein Triebwerk, um sich auf die einwöchige Reise zu machen. Die erste Mondlandung Chinas ist am 14. Dezember in der „Bucht der Regenbogen“ (Sinus Iridum) geplant – einer der schönsten Mondlandschaften.

China würde damit nach den USA und der früheren Sowjetunion die dritte Nation, die eine Mondlandung unternommen hat. Ein „Jadehase“ (Yutu) genanntes Mondfahrzeug soll die Oberfläche erkunden. Per Fernsteuerung soll der sechsrädrige und 140 Kilogramm schwere Rover drei Monate lang herumkurven und auch nach Rohstoffen suchen, wie die Staatsagentur hervorhob. Der „Jadehase“ kann 200 Meter pro Stunde zurücklegen. Zuletzt hatte die Sowjetunion vor 37 Jahren im August 1976 mit Luna 24 eine Sonde auf dem Erdtrabanten landen lassen.

Der Start des Raumschiffes erfolgte bei „idealen Wetterbedingungen“ mit Temperaturen etwas unter null Grad und wenig Wind in Xichang. Die Triebwerke und Raketenstufen trennten sich wenige Minuten nach dem Abheben problemlos von der Rakete. Alle Systeme funktionierten „normal“, berichtete die Bodenkontrolle. Das Staatsfernsehen sprach nach einer halben Stunde von einem „Erfolg“.

Direkt nach dem Start von „Chang'e 3“ wollte die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) den Flug von der Weltraumstation Kourou in Französisch-Guayana verfolgen und Steuerungsbefehle weiterleiten. Die Unterstützung wird vom Kontrollzentrum in Darmstadt koordiniert. „Internationale Zusammenarbeit wie diese ist für künftige Erkundungen von Planeten, Monden oder Asteroiden notwendig und für alle vorteilhaft – egal ob es bemannte oder unbemannte Flüge sind“, sagte der Raumflugdirektor und frühere deutsche Astronaut Thomas Reiter.

Kommentare (1)

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Walter

02.12.2013, 18:37 Uhr

Dann können die Chinesen ja aktuelle Aufnahmen von den amerikanischen Hinterlassenschaften machen, oder?

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