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28.09.2011

13:31 Uhr

Raumfahrt

Der erste Europäer auf dem Mond wird ein Roboter sein

Während Länder wie China oder Indien an der Verwirklichung ehrgeiziger Raumfahrtpläne arbeiten, sind die Europäer eher zögerlich. Bis 2018 könnte es zwar eine Mond-Mission geben – aber erst einmal ohne Astronauten.

Europa will zum Mond - allerdings erst einmal mit Maschinen. dpa

Europa will zum Mond - allerdings erst einmal mit Maschinen.

BremenAls im Juli 1969 der erste Astronaut den Mond betrat, verfolgten das viele Millionen Menschen auf der Erde begeistert vor dem Fernseher. Mehr als 40 Jahre später setzen auch die Europäer zum Sprung auf den Mond an. Bis 2018 wollen sie mit einer Raumfähre auf dem Erdtrabanten landen. Doch der erste Europäer auf dem Mond wird wohl kein Mensch sein, sondern ein Roboter.

Denn die bemannte Raumfahrt ist teuer - und angesichts der Euro-Krise und den gigantischen Schuldenbergen in vielen Ländern gibt es wenig Bereitschaft, diese zu fördern. „Das Geld haben wir momentan in Europa nicht“, sagt der zuständige Vorstand vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Hansjörg Dittus. „Momentan sind wir eher rational eingestellt.“

Die Zukunft der bemannten Raumfahrt ist am Donnerstag auch Thema beim Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress, der seit Dienstag in Bremen tagt. Aus deutscher und europäischer Sicht wird die Reise ins Universum weiterhin stark von internationaler Zusammenarbeit und Arbeitsteilung geprägt sein.

Ob Mond, Mars oder Asteroiden - solche Missionen werden nach Ansicht des deutschen Astronauten Thomas Reiter immer internationaler Natur sein. „Es ist nicht vorstellbar, dass eine Nation allein zum Mars fliegt“, sagt der Direktor für bemannte Raumfahrt bei der europäischen Weltraumbehörde Esa.

Vorbild ISS

Als Vorbild könnte die Internationale Raumstation ISS dienen, an der neben Europa, die USA, Russland, Kanada und Japan beteiligt sind. Der Betrieb und die Versorgung sind zwischen den Ländern genau aufgeteilt. Die Europäer stellen unter anderem das Forschungslabor „Columbus“, die USA und Russland übernehmen im Gegenzug den Transport von Astronauten zum Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe.

Zurzeit sind die ISS-Partner dabei allerdings allein auf die russische Sojus-Kapsel angewiesen. Die Amerikaner haben ihre Space Shuttles im Sommer eingemottet, ein Nachfolgesystem wird erst in einigen Jahren zur Verfügung stehen. Die Firma SpaceX entwickelt zurzeit im Auftrag der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa eine Raumkapsel. Im Winter ist nach Angaben von SpaceX-Chefingenieur Hans Koenigsmann der nächste Testflug geplant.

Kommentare (1)

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28.09.2011, 14:27 Uhr

„Momentan sind wir eher rational eingestellt.“

Nehmt Merkel, Steinbrück und Steinmeier und gebt denen einen Euro für den Mann im Mond mit.

„Es ist nicht vorstellbar, dass eine Nation allein zum Mars fliegt“? Doch, China!

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