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25.07.2011

15:04 Uhr

Raumfahrt

Nasa lässt Shuttle-Nachfolger wassern

Quelle:Golem.de

Kaum ist das Spaceshuttle-Programm beendet, wendet sich die US-Weltraumbehörde Nasa neuen Projekten zu: Das Orion Multi-Purpose Crew Vehicle, das einmal Menschen zum Mars befördern soll, hat einen ersten Test bestanden.

Die Testkapsel beim Eintauchen in das Wasserbecken. Quelle: Nasa

Die Testkapsel beim Eintauchen in das Wasserbecken.

BerlinEine gigantische Fontäne hat das Orion Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV) bei seiner ersten Testwasserung aufgeworfen. Sie fand am 21. Juli 2011, wenige Stunden nach der letzten Landung eines Spaceshuttle statt. Die Testreihe dient der Vorbereitung künftiger US-Weltraummissionen. Ein Video veröffentlichte die Nasa am Freitagnachmittag (Ortszeit).

Für die Wasserungen hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa im Langley Research Center in Hampton im US-Bundesstaat Virginia ein etwa 35 Meter langes, 27 Meter breites und 6 Meter tiefes Becken gebaut. Ein knapp eine Tonne schweres Modell des Orion MPCV wird für den Test an einer großen Kranbrücke hochgezogen, in eine Schaukelbewegung versetzt und dann ausgeklinkt.

Mit einer Geschwindigkeit von knapp 40 km/h setzte das Orion-Modell auf dem Wasser auf. Bei weiteren Tests, die die Nasa in diesem Sommer durchführen will, soll die Kapsel mit höherer Geschwindigkeit wassern.

Einwegraumkapsel statt Spaceshuttle

Die Tests sind nötig, weil die Nasa mit dem Orion MPCV wieder zum Konzept der nicht wiederverwendbaren Raumfahrzeuge zurückkehrt, das auch schon im Apollo-Programm zum Einsatz kam: Das MPCV, das aus einem konischen Modul für die Mannschaft und einem Servicemodul besteht, soll von der noch in der Entwicklung befindlichen Trägerrakete Space Launch System (SLS) ins All transportiert werden.

Das Servicemodul, das neben einem Antrieb auch Systeme zur Erzeugung und Speicherung von Strom, sowie Tanks für Wasser, Sauerstoff und Stickstoff enthält, wird bei der Rückkehr vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre abgetrennt. Lediglich das Mannschaftsmodul wird an Fallschirmen zur Erde zurückkehren und im Pazifik wassern. Das Modell ist stabiler als das spätere Mannschaftsmodul, das mehrere Wasserungen aushalten muss.

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