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19.01.2007

11:50 Uhr

Raumfahrt

Nasa-Sonde „New Horizons“ erreicht Jupiter

Genau ein Jahr nach dem Start zum Zwergplaneten Pluto nähert sich die Nasa-Sonde „New Horizons“ dem Jupiter.

Nasa-Sonde 'New Horizons' dpa

Die US-Raumsonde „New Horizons“, hier eine Zeichnung, befindet sich auf dem Weg zum Zwergplaneten Pluto.

dpa WASHINGTON. Genau ein Jahr nach dem Start zum Zwergplaneten Pluto nähert sich die Nasa-Sonde „New Horizons“ dem Jupiter. Die schnellste Raumsonde der Geschichte wird von der Anziehungskraft des größten Planeten unseres Systems noch einmal stark beschleunigt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa in Washington berichtete.

Dank zusätzlicher um 14 000 Kilometer pro Stunde soll „New Horizons“ dann 84 000 Kilometer pro Stunde schnell werden.

„Die Anziehungskraft des Jupiters spart uns drei Jahre auf unserer Reise zum Pluto“, sagte „New Horizons“-Chefwissenschaftler Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder (US-Staat Colorado). Die am 19. Januar 2006 gestartete Sonde soll den bislang weitgehend unerforschten Zwergplaneten am Rande unseres Sonnensystems im Sommer 2015 erreichen.

Den Vorbeiflug am Gasriesen Jupiter, den schon mehrere irdische Raumsonden besucht haben, will das Forscherteam nicht nur zum Test der Sonde verwenden. Von den mehr als 700 geplanten Beobachtungen erhofft sich die Nasa auch neue Erkenntnisse über die stürmische Jupiteratmosphäre sowie die Jupiter-Ringe und seine vier Monde.

Die Bilder sollen 30 Mal präziser als bisherige werden. Darunter sollen auch die ersten Nahaufnahmen vom „Kleinen Roten Fleck“ sein. Dieser neue Wirbelsturm in der stürmischen Jupiteratmosphäre war erst kürzlich etwas unterhalb des Großen Roten Flecks entstanden. Der Große Rote Fleck - ein Wirbelsturm, der annähernd die gesamte Erde verschlucken könnte, wird bereits seit dem 17. Jahrhundert beobachtet.

Bislang befindet sich „New Horizons“ nach Nasa-Angaben genau auf Kurs. „Die Energieversorgung funktioniert ausgezeichnet, alles läuft bestens“, berichtete Stern über den Stand des bis zum Jahr 2016 auf rund 700 Mill. Dollar (534 Mill. Euro) veranschlagten Projekts.

Für das so genannte Swing-by-Manöver am Jupiter muss die Sonde in einen nur 800 Kilometer schmalen Korridor gesteuert werden. „Das ist ein ziemlich kleiner Platz, wenn man bedenkt, dass sie hunderte Mill. Meilen weg von zu Hause ist“, sagte Stern. „Unsere wichtigste Aufgabe ist es, das sicher hinzubekommen.“

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