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08.01.2008

14:35 Uhr

Raumfahrt

Sieben bis acht Ariane-5-Starts für 2008

Der weltgrößte Anbieter kommerzieller Satellitentransportsysteme Arianespace will 2008 mindestens sieben Ariane-5-Raketen ins All schießen.

dpa PARIS. Der weltgrößte Anbieter kommerzieller Satellitentransportsysteme Arianespace will 2008 mindestens sieben Ariane-5-Raketen ins All schießen.

„Erstmals soll auch Jules Verne, ein unbemanntes Versorgungsfahrzeug, in den Weltraum befördert werden“, sagte Arianespace-Chef Jean-Yves Le Gall am Dienstag in Paris. Im vergangenen Jahr waren sechs Ariane fünf gestartet. Das Unternehmen erzielte 2007 einen Umsatz von 940 Mill. Euro (2006: 985 Mill. Euro) und erzielte somit den fünften ausgeglichenen Jahreshaushalt in Folge. Für 2008 plant Arianespace eine Umsatzsteigerung um fünf bis zehn Prozent auf gut eine Milliarde Euro. Der Start einer Ariane-5-Rakete kostet rund 150 Mill. Euro.

„Wir wollen in den kommenden Jahren der Nachfrage des Marktes nach kleineren Trägersystemen noch stärker nachgehen“, sagte Le Gall und kündigte Starts der Raketensysteme vom Typ Sojus und Vega ab 2009 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana an. Die russische Sojus- und die europäische Vega-Rakete wurden für den Transport von kleineren Satelliten entwickelt und könnten Arianespace einen zeitlichen Vorteil gegenüber der amerikanischen Konkurrenz sichern.

Außer Jules Verne sollen auch das Weltraumteleskop Herschel, die Raumsonde Planck sowie Terrestar 1, der bislang größte kommerzielle Telekommunikations-Satellit, in den Weltraum befördert werden. Arianespace ist ein Tochterunternehmen der französischen Raumfahrtbehörde Cnes und der EADS Astrium Space Transportation. Nach anfänglichen Fehlstarts habe die Ariane fünf in den letzten Jahren durch größere Zuverlässigkeit mehr Vertrauen erworben, betonte Le Gall. Die Auftragsbücher seien bis 2010 gefüllt. Hauptauftraggeber ist die Europäische Weltraumorganisation Esa.

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