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15.04.2015

09:30 Uhr

Raumfrachter Dragon

Raketenlandung erneut missglückt

Einmal musste der Start wegen schlechten Wetters verschoben werden, aber jetzt ist der Raumfrachter „Dragon“ auf dem Weg zur ISS. Die Landung eines Teils der Trägerrakete klappte allerdings wieder nicht.

Der Frachter soll rund 2000 Kilogramm Nachschub und Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation ISS bringen. AFP

„Dragon“ auf dem Weg zur ISS

Der Frachter soll rund 2000 Kilogramm Nachschub und Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation ISS bringen.

Cape CanaveralDer private Raumfrachter „Dragon“ ist zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Der Frachter sei am Dienstagnachmittag (Ortszeit) erfolgreich mit einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Tags zuvor hatte der Start wegen schlechten Wetters kurzfristig abgesagt werden müssen.

Die unbeschadete Landung eines Teils der Trägerrakete auf einer im Meer schwimmenden Plattform misslang jedoch erneut. Die Rakete sei zwar auf der Plattform aufgekommen, aber zu heftig, teilte Elon Musk, der Gründer des „Dragon“-Betreiberunternehmens Space X, per Twitter mit. Langfristiges Ziel von Space X ist es, die ganze Rakete landen zu lassen und dann wiederzuverwenden. Das gelang bislang noch nie, würde die Kosten eines Starts aber dramatisch senken.

Raumfahrt-Katastrophen

22. März 1961

Kurz vor dem ersten russischen Raumflug kommt der Kosmonaut Walentin Bondarenko beim Training in einer Isolationskammer des Moskauer Instituts für Raumfahrtmedizin ums Leben. Ein mit Alkohol getränkter Wattebausch hatte sich entzündet und die mit reinem Sauerstoff gefüllte Kammer in Brand gesetzt.

27. Januar 1967

Bei einem Bodentest der US-Raumkapsel Apollo 1 am Raketenstartplatz Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) verbrennen drei amerikanische Astronauten. Ein Funke hatte die Kapsel in Brand gesetzt.

24. April 1967

Der sowjetische Kosmonaut Wladimir Komarow zerschellt nach der Rückkehr aus dem Weltraum mit seinem Raumschiff Sojus 1 auf der Erde. Das Fallschirmsystem hatte versagt.

29. Juni 1971

Die dreiköpfige Besatzung des sowjetischen Raumschiffes Sojus 11 wird bei der Rückkehr von der Saljut-Raumstation tot in ihrer Kapsel aufgefunden. Bei der Landung hatte der Druckausgleich der Kapsel versagt.

18. März 1980

Eine Wostok-2M-Rakete explodiert beim Betanken direkt auf der Startrampe des russischen Weltraumbahnhofs Plessezk. 48 Menschen sterben.

28. Januar 1986

Nur 73 Sekunden nach dem Start explodiert die US-Raumfähre Challenger und stürzt in den Atlantik. Alle sieben Astronauten kommen ums Leben. Unglücksursache: eine fehlerhafte Dichtung zwischen Segmenten einer Antriebsrakete.

15. Februar 1996

Eine chinesische Rakete des Typs CZ-3 kommt kurz nach dem Start vom Kurs ab und stürzt in ein Dorf. Bei der Explosion sterben nach offiziellen Berichten sechs Menschen, inoffizielle Quellen sprechen von bis zu 500 Toten.

1. Februar 2003

Die Raumfähre Columbia bricht während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre auseinander. Alle sieben Astronauten an Bord sterben. Ursache der Katastrophe: Beim Start war ein Stück Schaumstoff vom Außentank abgerissen und hatte die Hitze-Isolierung des Spaceshuttles beschädigt.

22. August 2003

Eine brasilianische Trägerrakete des Typs VLS-1 explodiert auf der Startrampe des Weltraumbahnhofs Alcantara im Norden Brasiliens. 21 Menschen sterben.

Der Flug des „Dragon“ zur ISS ist bereits sein sechster Versorgungstrip. Der Frachter soll diesmal rund 2000 Kilogramm Nachschub und Versorgungsgüter - darunter auch eine Espresso-Maschine - zur ISS bringen, wo er am Freitag erwartet wird. Nach rund fünf Wochen an der Raumstation wird „Dragon“ dann wieder abdocken und beladen mit 1400 Kilogramm Müll und wissenschaftlichen Experimenten in den Pazifik platschen.

Insgesamt sind bis 2016 zwölf solcher Missionen vereinbart, der Auftrag hat einen Gesamtwert von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro. Ende Oktober war ein anderer unbemannter Versorgungsfrachter - der von der Firma Orbital Sciences entwickelte „Cygnus“ - beim Start zur ISS explodiert.

Von

dpa

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