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17.04.2012

01:31 Uhr

Raumkapsel Dragon

Space-Drache soll Ende April starten

Der erste private US-Raumtransporter Dragon (Drache) soll nach monatelangen Verzögerungen am 30. April zur Raumstation ISSstarten. Noch ist die Kapsel unbemannt, später sollen auch bemannte Flüge möglich sein.

Die Raumkapsel „Dragon“ soll die außer Dienst gestellten Space-Shuttles für Flüge zur ISS ersetzen. dapd

Die Raumkapsel „Dragon“ soll die außer Dienst gestellten Space-Shuttles für Flüge zur ISS ersetzen.

WashingtonDie US-Raumfahrtbehörde NASA sieht eine „gute Chance“ für den ersten Flug einer unbemannten privaten Raumkapsel zur internationalen Raumstation ISS am 30. April. Bis zu dem vom US-Unternehmen SpaceX geplanten Start sei aber noch „Arbeit zu erledigen“, sagte der NASA-Verantwortliche für die Raumfahrtprogramme, William Gerstenmaier, am Montag.

„Alles in allem“ sehe es hinsichtlich des Termins aber gut aus. Die Raumkapsel „Dragon“ soll die außer Dienst gestellten Space-Shuttles für Flüge zur ISS ersetzen. Ursprünglich war ein erster Probeflug für den 7. Februar angekündigt, wurde dann aber wegen technischer Probleme mehrfach verschoben. Der Start mit einer Falcon9-Trägerrakete ist vom Nasa-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida vorgesehen. In einer ersten Phase ist vorgesehen, dass die Kapsel Material zur Raumstation transportiert, später ist auch an bemannte Flüge gedacht.

Die Reise der unbemannten „Dragon“-Kapsel des US-Unternehmens SpaceX soll drei Tage dauern. Anschließend seien zahlreiche, komplizierte Andockmanöver an der ISS geplant, gaben die US-Raumfahrtbehörde Nasa und SpaceX am Montag bekannt. Erst nach mehreren Wochen soll die Kapsel wieder zur Erde zurückkehren. ISS-Programmdirektor Mike Suffredini sprach von einem „historischen Start“.

SpaceX wurde von dem südafrikanischen Geschäftsmann Elon Musk gegründet, der durch Einnahmen aus Internetgeschäften reich wurde. Ein Vertrag mit der NASA sieht vor, dass SpaceX für 1,6 Milliarden Dollar zwölf Versorgungsflüge zur ISS gewährleistet und rund 20 Tonnen Material dorthin verfrachtet. Im Dezember 2010 beförderte SpaceX als erstes Privatunternehmen eine Raumkapsel ins All und zur Erde zurück. Mit der Rückkehr der „Atlantis“ auf die Erde endete im vergangenen Juli nach drei Jahrzehnten das US-Shuttleprogramm. Seither sind die USA bei Flügen zur ISS auf die russischen Sojus-Raketen angewiesen.

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