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Regeln für unbemannte Fluggeräte

Auch die Drohne braucht bald ein Kennzeichen

Seit Anfang April gelten für die private Nutzung von unbemannten Fluggeräten neue Regeln. Und im Oktober sollen noch weitere hinzukommen. Worauf Sie beim Umgang mit Drohnen künftig achten müssen.

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Wo darf ich eigentlich meinen Multicopter in die Luft steigen lassen? Was ist die maximale Flughöhe? Und darf ich auch mit einer aufgesetzten Videobrille steuern? – Seit Anfang April gelten für die private Nutzung von unbemannten Fluggeräten neue Regeln. Worauf Sie jetzt achten müssen, zeigt der folgende Überblick. dpa

Neue Regeln für den Umgang mit Drohnen

Wo darf ich eigentlich meinen Multicopter in die Luft steigen lassen? Was ist die maximale Flughöhe? Und darf ich auch mit einer aufgesetzten Videobrille steuern? – Seit Anfang April gelten für die private Nutzung von unbemannten Fluggeräten neue Regeln. Worauf Sie jetzt achten müssen, zeigt der folgende Überblick.

Bild: dpa

Fluggeräte bis fünf Kilogramm Gewicht dürfen grundsätzlich ohne Erlaubnis aufsteigen. Für den Flug schwererer Geräte oder für den Nachtflug ist laut dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMV) eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörden nötig. dpa

Erlaubnisfreiheit

Fluggeräte bis fünf Kilogramm Gewicht dürfen grundsätzlich ohne Erlaubnis aufsteigen. Für den Flug schwererer Geräte oder für den Nachtflug ist laut dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMV) eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörden nötig.

Bild: dpa

100 Meter über dem Grund sind grundsätzlich die Grenze, heißt es beim BMV. Darüber hinaus ist eine Erlaubnis fällig. Ausnahmen gelten allerdings für Gelände, für die bereits eine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und auf denen eine Aufsichtsperson bestellt worden ist. Wird dort statt eines Multicopters zum Beispiel ein Modellflugzeug geflogen, ist für Flüge oberhalb von 100 Metern allerdings ein Kenntnisnachweis nötig. dpa

Flughöhe

100 Meter über dem Grund sind grundsätzlich die Grenze, heißt es beim BMV. Darüber hinaus ist eine Erlaubnis fällig. Ausnahmen gelten allerdings für Gelände, für die bereits eine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und auf denen eine Aufsichtsperson bestellt worden ist. Wird dort statt eines Multicopters zum Beispiel ein Modellflugzeug geflogen, ist für Flüge oberhalb von 100 Metern allerdings ein Kenntnisnachweis nötig.

Bild: dpa

Verboten sind laut BMV Flüge über Einsatzorten von Polizei und Feuerwehr, über Krankenhäuser, Menschenmengen, Gefängnisse, Militärgelände, Industrieanlagen, einige Bundes- und Landesbehörden sowie Naturschutzgebiete. Auch rund um Flughäfen gilt ein Flugverbot. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) nennt einen Abstand von 1,5 Kilometer vom Flughafenzaun, die tatsächliche Kontrollzone kann aber größer sein. Genaue Karten gibt es auf der DFS-Webseite. dpa

Flugverbotszonen

Verboten sind laut BMV Flüge über Einsatzorten von Polizei und Feuerwehr, über Krankenhäuser, Menschenmengen, Gefängnisse, Militärgelände, Industrieanlagen, einige Bundes- und Landesbehörden sowie Naturschutzgebiete. Auch rund um Flughäfen gilt ein Flugverbot. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) nennt einen Abstand von 1,5 Kilometer vom Flughafenzaun, die tatsächliche Kontrollzone kann aber größer sein. Genaue Karten gibt es auf der DFS-Webseite.

Bild: dpa

Drohnen von mehr als 250 Gramm Gewicht dürfen hier nicht mehr aufsteigen. Kann das Fluggerät filmen oder Töne aufnehmen, darf es in Wohngebieten gar nicht fliegen. Eine Ausnahme gilt, wenn die Grundstückseigentümer oder Mieter von überflogenem Gebiet ausdrücklich zustimmen. dpa

Regeln für Wohngebiete

Drohnen von mehr als 250 Gramm Gewicht dürfen hier nicht mehr aufsteigen. Kann das Fluggerät filmen oder Töne aufnehmen, darf es in Wohngebieten gar nicht fliegen. Eine Ausnahme gilt, wenn die Grundstückseigentümer oder Mieter von überflogenem Gebiet ausdrücklich zustimmen.

Bild: dpa

Generell sind Flüge mit Geräten bis fünf Kilogramm nur in Sichtweite des Piloten erlaubt. Flüge mithilfe einer Videobrille sind allerdings dann erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 250 Gramm ist. Oder wenn eine andere Person es ständig in Sichtweite hat und den Steuernden auf Gefahren aufmerksam machen kann. Auch diese Hilfe einer zweiten Person gilt dann als Betrieb in Sichtweite. Die folgenden Regeln gelten vom kommenden Oktober an. dpa

Sichtweite

Generell sind Flüge mit Geräten bis fünf Kilogramm nur in Sichtweite des Piloten erlaubt. Flüge mithilfe einer Videobrille sind allerdings dann erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 250 Gramm ist. Oder wenn eine andere Person es ständig in Sichtweite hat und den Steuernden auf Gefahren aufmerksam machen kann. Auch diese Hilfe einer zweiten Person gilt dann als Betrieb in Sichtweite.

Die folgenden Regeln gelten vom kommenden Oktober an.

Bild: dpa

Alle Multicopter und Flugmodelle ab 250 Gramm brauchen vom Oktober an eine Plakette mit Namen und Anschrift des Eigentümers. Das kann eine Metallplakette oder ein Aluminiumaufkleber sein. Das Kennzeichen muss dauerhaft mit dem Gerät verbunden und feuerfest sein. Der Grund: Im Schadensfall lässt sich so der Halter ermitteln. dpa

Kennzeichen

Alle Multicopter und Flugmodelle ab 250 Gramm brauchen vom Oktober an eine Plakette mit Namen und Anschrift des Eigentümers. Das kann eine Metallplakette oder ein Aluminiumaufkleber sein. Das Kennzeichen muss dauerhaft mit dem Gerät verbunden und feuerfest sein. Der Grund: Im Schadensfall lässt sich so der Halter ermitteln.

Bild: dpa

Für Fluggeräte ab zwei Kilogramm Gewicht ist vom Oktober an eine gültige Pilotenlizenz oder eine Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle nötig. Für Flugmodelle reicht auch eine Bescheinigung über die Einweisung durch einen Luftsportverein. Prüfung und Einweisung gelten für fünf Jahre. dpa

Kenntnisnachweis

Für Fluggeräte ab zwei Kilogramm Gewicht ist vom Oktober an eine gültige Pilotenlizenz oder eine Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle nötig. Für Flugmodelle reicht auch eine Bescheinigung über die Einweisung durch einen Luftsportverein. Prüfung und Einweisung gelten für fünf Jahre.

Bild: dpa

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