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18.01.2005

17:00 Uhr

Relativitätstheorie ist Einsteins größtes Vermächtnis

Mehr als nur E=mc²

Albert Einsteins größtes Vermächtnis ist die Relativitätstheorie. Den Begriff kennt fast jeder, den genauen Inhalt verstehen nur wenige.

HB HAMBURG. Die Relativitätstheorie beschäftigt sich mit relativ zueinander bewegten Gegenständen, daher der Name. Die Spezielle Relativitätstheorie, die Albert Einstein vor 100 Jahren veröffentlicht hat, betrachtet nur gleichförmig bewegte Körper, die also eine konstante Relativgeschwindigkeit zueinander haben. 1915 vollendete Einstein die Allgemeine Relativitätstheorie, die auch für beschleunigte Relativbewegungen anwendbar ist.

Die Spezielle Relativitätstheorie erschien am 26. September 1905 unter der Überschrift „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ in den „Annalen der Physik“ (Bd. 17, S. 891). Sie führt über die Vereinigung von Raum und Zeit zu einer vierdimensionalen Raumzeit. Ihre heute übliche mathematische Gestalt schuf 1908 Einsteins ehemaliger Zürcher Mathematikprofessor Hermann Minkowski.

In einer Ergänzung seiner Arbeit formulierte Einstein noch 1905 die heute wohl berühmteste Formel der Welt, E=mc². „Die Masse eines Körpers ist ein Maß für dessen Energiegehalt“, schrieb Einstein wiederum in den „Annalen der Physik“ (Bd. 18, S. 639). Diese Masse- Energie-Äquivalenz sollte zur Grundlage aller friedlichen und militärischen Nutzung der Kernenergie werden, was jedoch 1905 noch nicht zu erahnen war.

Während die Spezielle Relativitätstheorie auf den Arbeiten anderer Forscher aufbaute, gilt die Allgemeine Relativitätstheorie als Einsteins weitgehend alleiniges Werk. Sie bezieht die Schwerkraft mit ein und beschreibt, wie Massen die Raumzeit verzerren. Dadurch wird der Theorie zufolge auch das Licht nahe großer Massen messbar abgelenkt, was während der Sonnenfinsternis vom Mai 1919 experimentell bestätigt wurde. Durch diese Bestätigung wurde Einstein mit einem Schlag weltberühmt.

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