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11.12.2014

00:46 Uhr

„Rosetta“-Mission

Raumsonde bringt Erkenntnisse über Wasser-Ursprung

Wie kam das Wasser auf unseren Planeten? Neue Erkenntnisse über den Ursprung der Flüssigkeit, die für alles Leben auf Erden notwendig ist, bringt die europäische Raumsonde „Rosetta“.

Das Foto zeigt die simulierte Annäherung der Raumsonde Rosetta mit dem Lander Philae an den Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko". Quelle: DLR/dpa) dpa

Das Foto zeigt die simulierte Annäherung der Raumsonde Rosetta mit dem Lander Philae an den Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko". Quelle: DLR/dpa)

WashingtonDie europäische Raumsonde „Rosetta“ hat mit ihrer Mission zum Kometen Tschuri neue Erkenntnisse über den Ursprung des irdischen Wassers hervorgebracht. Einer am Mittwoch im US-Fachmagazin „Science“ erschienenen Studie zufolge deuten die Messungen von „Rosetta“ darauf hin, dass wahrscheinlich Asteroiden vor Milliarden Jahren das Wasser auf die Erde brachten. Bislang waren Wissenschaftler eher davon ausgegangen, dass irdisches Wasser von Kometen stammt.

„Rosetta“ untersucht seit August den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko. Die um den Himmelskörper kreisende Raumsonde ist mit einem Massenspektrometer namens „Rosina“ ausgestattet, das aus der Ferne den chemischen Fingerabdruck von Wasser analysieren kann. Dabei bestimmt „Rosina“ das Verhältnis zwischen Wasserstoff und dem schwereren Wasserstoffisotop Deuterium.

Die Struktur der Wassermoleküle auf dem Kometen unterscheide sich deutlich von irdischen Gewässern, heißt es in der Studie. Dies spreche für die These, dass das Wasser von Asteroiden stamme.

Ein weiteres Ziel der „Rosetta“-Mission ist, mit Bodenproben des Kometen Erkenntnisse über die Frühzeit des Sonnensystems zu liefern. Dazu hatte die Raumsonde im vergangenen Monat das Minilabor „Philae“ auf Tschuri abgesetzt, das nach einer holprigen Landung aber in einer Schrägstellung aufkam. Das Gerät erhielt dadurch wesentlich weniger Sonnenlicht für die Energieversorgung als geplant, Mitte November schaltete „Philae“ in den Schlafmodus.

Eine Bohrung, zu der das Minilabor zuvor noch angesetzt hatte, sei nicht erfolgreich gewesen, sagte der französische Wissenschaftler Francis Rocard vom Centre national d'études spatiales (CNES) am Mittwoch. „Philae“ habe leider ins Leere gebohrt.

Von

afp

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