Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.11.2014

11:04 Uhr

Schädliche Tabak-Alternative

E-Zigaretten enthalten Krebserreger

Das Bild von der E-Zigarette als gesünderer Alternative zum Tabak bekommt immer mehr Risse. Japanische Forscher haben jetzt nachgewiesen, dass im Dampf solcher Liquids sogar mehr Krebserreger enthalten sein können.

Die Forscher testeten fünf verschiedene Liquids, bei einer Marke fanden sie zehnmal mehr krebserregendes Formaldehyd wie bei normalen Zigaretten. dpa

Die Forscher testeten fünf verschiedene Liquids, bei einer Marke fanden sie zehnmal mehr krebserregendes Formaldehyd wie bei normalen Zigaretten.

TokioE-Zigaretten sind offenbar keineswegs die gesündere Alternative zu herkömmlichen Zigaretten, als die sie mitunter angepriesen werden. Japanischen Wissenschaftlern zufolge könnten sie sogar mehr krebserregende Stoffe enthalten als klassischer Tabak.

Eine im Auftrag des japanischen Gesundheitsministeriums erstellte Studie kommt zu dem Schluss, dass die Inhaltsstoffe der zu verdampfenden nikotinhaltigen Flüssigkeit stark variieren. Die Forscher testeten fünf verschiedene solcher sogenannten Liquids, bei einer Marke fanden sie zehnmal mehr krebserregendes Formaldehyd wie bei normalen Zigaretten.

Krebsforscherin im Interview: „E-Zigaretten sind gesundheitlich bedenklich“

Krebsforscherin im Interview

„E-Zigaretten sind gesundheitlich bedenklich“

Manch Raucher versucht die Entwöhnung per E-Zigarette – doch auch die birgt Gefahren.

Für ihre Untersuchung ließen die Wissenschaftler ein eigens dafür entwickeltes Testgerät von allen fünf getesteten Liquid-Marken jeweils zehnmal 15 Züge paffen. Dabei entdeckten sie neben dem Formaldehyd weitere krebserregende Stoffe wie Acetaldehyd, Acrolein, Glyoxal und Methylglyoxal. Insbesondere dann, wenn der batteriebetriebene Verdampfer zu heiß werde, „werden offenbar mehr schädliche Substanzen produziert“, sagte Naoki Kunugita vom japanischen Gesundheitsinstitut.

Das japanische Gesundheitsministerium will nun auf Grundlage der Studie über den künftigen Umgang mit E-Zigaretten entscheiden. In Japan sind die Geräte zwar auch auf dem Vormarsch, haben aber noch nicht den durchschlagenden Erfolg wie in Europa und den USA.

Viele Menschen inhalieren den nikotinhaltigen Dampf als Alternative zu herkömmlichen Zigaretten. Über mögliche Folgen des Gebrauchs von E-Zigaretten wird in Deutschland und auf EU-Ebene seit geraumer Zeit debattiert. Kritiker warnen, dass mögliche Langzeitfolgen des Konsums von E-Zigaretten noch unbekannt seien.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

peter neudampfer

01.12.2014, 11:17 Uhr

Man sollte hier noch anmerken, daß
es sich

1. um eine bisher nicht veröffentlichte Studie handelt

2. Es sich hier dem "Hörensagen" nach um einen "Ausreiser" bei den Meßreihen handelte


Insofern, Liebe Redaktion, ist Ihre Aussage "E-Zigaretten sind offenbar keineswegs die gesündere Alternative zu herkömmlichen Zigaretten,..."
wohl einfach nur falsch.

Die bisherigen Studien (wohl mehrere Hundert) belegen genau die geringere Gefährlichkeit der e-Zigarette.



peter neudampfer

01.12.2014, 11:19 Uhr

Noch eine kleine Ergänzung.

Wen es interresiert einfach mal nach "Rursus" gockeln oder

http://blog.rursus.de

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×