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18.12.2013

15:07 Uhr

Für viele Menschen ist Kerzenlicht der Inbegriff der Behaglichkeit. dpa

Für viele Menschen ist Kerzenlicht der Inbegriff der Behaglichkeit.

Ob im Adventskranz oder am Tannenbaum – Weihnachten ist das Fest der Kerzen. Wer es besonders aromatisch mag, gönnt sich Kerzen aus Bienenwachs mit ihrem typischen Honigduft. Doch auch weniger gehaltvolle Exemplare verbreiten jenen warmen Schein, der für viele Menschen den Inbegriff von Behaglichkeit darstellt.

Hinter dieser Behaglichkeit steckt ein ziemlich einfaches Prinzip: Die Kerze ist nichts anderes als ein Haufen Brennstoff, der von einem Baumwollfaden – dem Docht – durchzogen ist. Nach dem Anzünden brennt zunächst nur dieser Faden, doch rasch erwärmt er den Brennstoff – das Kerzenwachs – so stark, dass dieser flüssig wird. Das flüssige Wachs steigt im Docht nach oben und verdampft schließlich an dessen Spitze – die Kerze brennt.

Für die helle Kerzenflamme sorgt allerdings weniger das Wachs selbst als vielmehr eine Vielzahl winziger Rußpartikel, die beim Verdampfen des Brennstoffs entstehen. Sie sind sehr heiß und leuchten beim Verglühen hell auf, was den charakteristischen Kerzenschein erzeugt.

Früher bestanden Kerzen aus Talg oder Bienenwachs, seltener aus Walrat, einer fetthaltigen Substanz, die aus dem Kopf von Pottwalen gewonnen wurde. Um 1820 gelang es französischen Chemikern, aus Stearin – einem Gemisch verschiedener Fettsäuren – Kerzen herzustellen. Wenige Jahre später wurden in England erste Kerzen aus Paraffinwachs – einem aus Petroleum gewonnenen Stoff – hergestellt. Diese beiden billig herzustellenden Substanzen verdrängten die teureren Wachskerzen in der Folgezeit weitgehend vom Markt, bis Anfang des 20. Jahrhunderts die Glühbirne ihren Siegeszug antrat.

Übrigens: Wer eine Kerze ausbläst, macht nichts anderes, als Flamme und Brennstoff voneinander zu trennen. Der Luftstrom sorgt dafür, dass die Flamme so weit vom Docht weggeblasen wird, dass sie keinen Nachschub an Brennstoff mehr erhält – sie erlischt.

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