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17.07.2014

12:11 Uhr

Mit eingezogenem Fahrwerk fliegt das DLR-Forschungsflugzeug ATAR in rund 15 Meter Höhe über dem Flughafengelände. DLR/Marek Kruszewski (CC-BY 3.0)

Mit eingezogenem Fahrwerk fliegt das DLR-Forschungsflugzeug ATAR in rund 15 Meter Höhe über dem Flughafengelände.

Wer derzeit im Gebiet des Flughafens Magdeburg/Cochstedt unterwegs ist, kann dort Zeuge eines ungewöhnlichen Experiments werden. Bei extremen Tiefflügen über dem Flughafengelände sucht das Forschungsflugzeug A320 ATRA des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt den Kontakt mit der einheimischen Tierwelt.

In 15 Metern Höhe düst der Flieger über das Gelände, um Insekten einzusammeln. Mit dem Experiment sollen die Grundlagen geschaffen werden für die Entwicklung neuer Hochleistungsflügel.

Weltweit arbeiten Wissenschaftler an der Entwicklung sogenannter Laminarflügel, die unter anderem deutlich glatter als heutige Tragflächen sind. Dank ihres geringeren Strömungswiderstands sollen sie in Zukunft die CO2-Emissionen im Luftverkehr deutlich senken. Allerdings: Ihr Einsparpotenzial entfaltet sich nur voll, wenn nichts die Luftströmung stört.

Anders als bei heutigen Tragflächen könnten anhaftende Insekten für die Hightechflügel also durchaus zum Problem werden. „Um zukünftige Verkehrsflugzeuge mit der Laminartechnologie zu modernisieren, sind besondere Anforderungen an die Oberflächenqualität der Tragflächen zu stellen“, erklärt der DLR-Forscher Dominic Gloß vom Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Braunschweig. „Verunreinigungen auf der Oberfläche müssen vermieden werden.“

Mit ihren Testflügen wollen die Wissenschaftler nun herausfinden, wie sehr die Tragflächen an der Vorderkante von Insekten verunreinigt werden, um entsprechende Schutztechniken zu entwickeln. Dazu werden die Insekten auf Klebefolien gesammelt, die hinter den Vorderkantenklappen auf den Tragflächen aufgeklebt sind. Nach einem Flugtag wandern die Folien direkt ins Labor und werden dort auf Scannern digitalisiert.

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