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20.03.2014

14:39 Uhr

Über eine gefährliche Seite des Golfsports berichten kalifornische Wissenschaftler. ap

Über eine gefährliche Seite des Golfsports berichten kalifornische Wissenschaftler.

Wer ältere Herrschaften über den Golfplatz schleichen sieht, mag kaum glauben, dass von ihrem Tun irgendeine Gefahr ausgehen könnte – von unkontrolliert durch die Luft segelnden Bällen einmal abgesehen. Und doch haben US-Wissenschaftler herausgefunden, dass der honorige Zeitvertreib in Wahrheit brandgefährlich ist. Und das im wörtlichen Sinne: Möglicherweise stehen einige gefährliche Brände in Kalifornien in direktem Zusammenhang mit dem sportlichen Zeitvertreib.

Wer nun an gedankenlos weggeworfene Zigarrenstummel denkt, liegt völlig falsch. Tatsächlich geht die Gefahr ganz unmittelbar von den Spielgeräten der Golfer aus: Titanbeschichtete Golfschläger haben nämlich, wie Forscher der Universität von Kalifornien nachwiesen, die unangenehme Neigung, bei Berührung mit Stein Funken zu schlagen.

Die Wissenschaftler bauten im Labor Elemente einer typischen Rough-Landschaft nach – also jenen Teil des Platzes, der abseits der Ideallinie liegt. Zwar versuchen alle Golfspieler tunlichst, dieses Gelände zu meiden, doch nur den besten gelingt dies regelmäßig. Ein Schlag aus dem Rough ist also eine Alltagserfahrung, und viele Spieler nutzen dafür ein im Vergleich zum klassischen Stahlschläger deutlich leichteres Modell mit Titan-Beschichtung.

Mit Hochgeschwindigkeitskameras beobachteten die Forscher nun, was bei einem solchen Schlag am Boden passiert. Traf der Schlägerkopf auf einen im Boden verborgenen Stein, so schlug er Funken, die durchaus in der Lage waren, umliegendes Gras zum Glimmen zu bringen. Vor allem dann, wenn es sich um Material handelt, das durch lange Trockenheit ausgedörrt ist – in Südkalifornien keine Seltenheit.

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