Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.12.2013

12:46 Uhr

Mücken sind gut an das Überleben bei tiefen Temperaturen angepasst - leider. dpa/picture alliance

Mücken sind gut an das Überleben bei tiefen Temperaturen angepasst - leider.

Es hört sich eigentlich logisch an: Je kälter der Winter, desto geringer die Mückenplage im folgenden Sommer. Doch die weit verbreitete Annahme, dass strenger Frost den Blutsaugern besonders stark zusetzt, ist leider falsch.

Tatsächlich spielt das Winterwetter für das Wohlbefinden der lästigen Insekten kaum eine Rolle, wie etwa das Beispiel Sibirien zeigt: Die russische Kältekammer, wo das Thermometer im Winter mancherorts unter minus 50 Grad Celsius fällt,  wird während der kurzen Sommerzeit von wahren Mücken-Heerscharen heimgesucht.

Tatsächlich sind die Blutsauger hervorragend für das Überleben selbst strenger Frostperioden gerüstet, da sie als Larve oder gar noch geschützt im Ei überwintern. In diesem Entwicklungsstadium sind sie weitgehend frostunempfindlich, denn ihr Körper enthält kaum Wasser.

Zusätzlich sorgen körpereigene Frostschutzmittel auf Glycerin-Basis dafür, dass die Mücke nicht einfriert. Der gleiche Stoff, der Autofahrer sicher durch den Winter bringt, sorgt also auch bei den Insekten für Kälteschutz.

Entscheidend für den Mückenbestand ist also nicht der Winter, sondern das folgende Frühjahr und der Frühsommer: Fallen diese Jahreszeiten sehr feucht und warm aus, bietet das den Tieren ideale Bedingungen, um sich massenhaft zu vermehren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×