Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2013

14:28 Uhr

Die von Störungen durch die Erdatmosphäre verursachten Bildausfälle (l.) konnten die Forscher durch ein spezielles Kodierungsverfahren kompensieren. Xiaoli Sun, NASA Goddard

Die von Störungen durch die Erdatmosphäre verursachten Bildausfälle (l.) konnten die Forscher durch ein spezielles Kodierungsverfahren kompensieren.

Das hätte Leonardo sicher gefallen: Mit einem Foto seiner weltberühmten „Mona Lisa“ hat die US-Weltraumbehörde Nasa eine neue Technik zur Übertragung von Informationen über kosmische Distanzen erprobt. Eine Technik, die durchaus aus der Werkstatt eines Universalgenies wie da Vinci stammen könnte.

Den Forschern um Xiaoli Sun vom Goddard Space Flight Center ging es darum, die Übertragung von Daten per Laserstrahl über große Entfernungen hinweg zu erproben. Deshalb „zerlegten“ sie ein Foto der Mona Lisa in einzelne Pixel, die sie dann in Laser-Impulse umwandelten und vom Goddard Space Flight Center aus fast 400.000  Kilometer weit zum Mond schickten.

Dort wurde der Laserstrahl von einem Raumsonde namens Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) aufgefangen. Deren Aufgabe ist es eigentlich, die Oberfläche des Erdtrabanten zu scannen, um Daten für hochgenaue Mondkarten zu sammeln.

Doch weil der LRO als einziger Satellit außerhalb der Erdumlaufbahn neben Funksignalen auch Laserimpulse verarbeiten kann, wurde er von Sun und Kollegen kurzerhand zur Mona-Lisa-Empfangsstation umgewidmet. Wobei die Sonde, wie die Forscher ausdrücklich betonen, ihre eigentliche Arbeit zu keiner Zeit unterbrechen musste.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×