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16.01.2007

17:37 Uhr

Schweiz

Basler Erdwärmeprojekt lässt abermals Erde beben

Zum dritten Mal seit Anfang Dezember hat ein Erdwärmeprojekt im schweizerischen Basel ein Erdbeben mit einer Stärke von mehr als drei ausgelöst. Seismologen gehen davon aus, dass es nicht der letzte Erdstoß durch die Bohrung gewesen sein wird.

HB BASEL. Der Schweizerische Erdbebendienst registrierte die Erschütterungen in der Nacht zum Dienstag. Das Epizentrum lag erneut in unmittelbarer Nähe des fünf Kilometer tiefen Bohrlochs in Kleinhüningen, in das bis zur Unterbrechung des Projekts im Dezember Wasser gepresst worden war.

Bis sich der Druck des noch vorhandenen Wassers abgebaut habe, seien weitere Beben dieser Art nicht ausgeschlossen, erklärte der Erdbebendienst. Erdbebendienst, Polizei und Feuerwehr registrierten hunderte Anrufe und einige Schadensmeldungen. Die Firma Geopower Basel AG, die mit dem so genannten Deep-Heat-Mining-Projekt die Möglichkeiten zur Nutzung der Erdwärme erforscht, hatte nachlassende Nachbeben in Aussicht gestellt. Die Behörden wollen Ende Januar entscheiden, ob das Vorhaben definitiv abgebrochen wird.

Nach Angaben eines Polizeisprechers in Freiburg ereignete sich das Beben um 01.09 Uhr in einer Tiefe von zehn Kilometern. Bei der Polizei in Lörrach gingen neun Anrufe ein. Schäden seien zunächst keine bekannt geworden.

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