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19.01.2005

14:15 Uhr

Forschung + Medizin

Seebeben verschob Phuket um zehn Zentimeter

Das Seebeben vom 26. Dezember hat die schwer betroffene thailändische Ferieninsel Phuket um zehn Zentimeter verschoben. Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Delft in den Niederlanden haben die Auswirkungen des Bebens mit Satelliten und dem Navigationssystem GPS vermessen.

Zerstörungen auf Phuket

Ein Mann durchsucht auf der thailändischen Ferieninsel Phuket die Trümmer eines Hauses.

dpa DEN HAAG. Das Seebeben vom 26. Dezember hat die schwer betroffene thailändische Ferieninsel Phuket um zehn Zentimeter verschoben. Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Delft in den Niederlanden haben die Auswirkungen des Bebens mit Satelliten und dem Navigationssystem GPS vermessen.

Phuket liegt 750 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt. In diesem Zentrum selbst maßen die Wissenschaftler Verschiebungen von zehn bis 25 Metern. Die eigene GPS-Station der Delfter Forscher in Singapur wurde um zwei Zentimeter verschoben. Die von dem Beben ausgelöste Flutwelle war auf See 200 Kilometer lang und 1,40 Meter hoch, wie Radarmessungen mit Satellitenunterstützung ergaben.

Die Fakultät für Luft- und Raumfahrt der TU Delft untersucht nach eigenen Angaben die Höhe des Meeresspiegels bereits seit 1980 mit Hilfe von Radarsatelliten. Die Messungen haben eine Genauigkeit von drei Zentimetern. Es war Zufall, dass mehrere der insgesamt 14 ständig um die Erde kreisenden Satelliten zum Zeitpunkt des Bebens über dem Gebiet waren. Die Bewegungen der Erdkruste in Südostasien beobachten die Delfter Wissenschaftler seit 1994 mit speziellen GPS-Geräten.

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