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06.01.2005

20:55 Uhr

Forschung + Medizin

Selbst die salzigsten Flecken der Erde beherbergen noch Leben

Leben gibt es nach der überraschenden Entdeckung eines internationalen Forscherteams selbst an den unwirtlichsten Orten. In extrem salzigen und sauerstoffarmen Ablagerungen tief unter dem Mittelmeer sind die Wissenschaftler auf bislang unbekannte Mikroorganismen gestoßen.

Jiang Zemin im Toten Meer

Vielleicht hat es der chinesische Präsident beim Bade nicht bemerkt. Aber selbst im Toten Meer gibt es Fische und anderes Leben.

dpa WASHINGTON. Leben gibt es nach der überraschenden Entdeckung eines internationalen Forscherteams selbst an den unwirtlichsten Orten. In extrem salzigen und sauerstoffarmen Ablagerungen tief unter dem Mittelmeer sind die Wissenschaftler auf bislang unbekannte Mikroorganismen gestoßen.

Das berichten sie im US-Fachjournal „Science“ vom Freitag berichten. Das Team unter Paul van der Wielen von der Universität Groningen (Niederlande) schließt daraus, dass es auch im Weltraum unter ähnlich ungünstigen Bedingungen Leben geben könnte.

Die Nachforschungen unter dem Mittelmeer gaben dem Team Einblick in Regionen, die mit dem Toten Meer und dem Bonney See in Alaska zu den lebensfeindlichsten der Erde zählt. Sie entstand aus Salzablagerungen, die vor sechs Mill. Jahren entstanden, als das Mittelmeer vorübergehend ausgetrocknet war.

Trotz mangelnder Sauerstoffzufuhr und einer Sole, die fast ausschließlich aus Magnesiumchlorid besteht, seien diese Regionen tief unter dem Meeresboden keineswegs unbelebt. Vielmehr seien die Mikroben und ihr Einfluss auf den biogeochemischen Kreislauf in vier solcher Ablagerungen absolut „einzigartig“. Dem Team gehörte unter anderen auch ein Mitarbeiter der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig an.

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