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21.11.2013

12:01 Uhr

Sensationsfund

„Duellierende Dinos“ bei umstrittener Auktion nicht verkauft

Der Sensationsfund war zu teuer: Niemand wollte bei einer Auktion genug Geld für die „Duellierenden Dinosaurier“ bieten. Jetzt hoffen Wissenschaftler, dass die Fossilien doch noch ins Museum kommen.

Fossil eines Nanotyrannus-Saurier: Das Mindestgebot wurde bei der Auktion nicht erreicht. dpa

Fossil eines Nanotyrannus-Saurier: Das Mindestgebot wurde bei der Auktion nicht erreicht.

New YorkZwei außergewöhnlich gut erhaltene, ineinander verhakelte Dinosaurier-Skelette haben bei einer umstrittenen Auktion in New York keinen Käufer gefunden. Es habe zwar sehr viel Interesse gegeben, aber niemand habe das Mindestgebot eingereicht, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses Bonhams der Nachrichtenagentur dpa nach der Auktion.

Trotzdem wolle man weiter nach einem Käufer für die „Duellierenden Dinosaurier“ suchen, auch unter wissenschaftlichen Institutionen, die im Vorfeld Interesse gezeigt hatten. Ursprünglich hatte das Auktionshaus bis zu neun Millionen Dollar (etwa 6,7 Millionen Euro) für die Fossilien erwartet – das wäre ein Rekord gewesen.

Bei den „Duellierenden Dinosauriern“ handelt es sich um nahezu komplette Skelette eines fleischfressenden Nanotyrannus lancensis und eines pflanzenfressenden Chasmosaurus, die wahrscheinlich im Kampf miteinander starben und im Gestein konserviert wurden. Sie wurden 2006 auf einem Privatgrundstück im US-Bundesstaat Montana ausgegraben und gelten als Sensationsfund. Bei dem Chasmosaurus könnte es sich dem Auktionshaus zufolge um eine bislang unentdeckte Art handeln.

Die Versteigerung der Fossilien war bei Wissenschaftlern auf großen Protest gestoßen. Sie fordern, die Skelette an ein Museum oder eine Forschungseinrichtung zu spenden – und hoffen nun, dass die erfolglose Auktion sie diesem Ziel ein Stück näher gebracht hat.


Von

dpa

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