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16.10.2012

10:23 Uhr

Service-Roboter

Kühle Drinks vom elektronischen Barkeeper

In Japan gehören sie zum Alltag, in Europa machen sie sich noch rar: Service-Roboter sollen Menschen einfache, aber lästige Aufgaben abnehmen. Der elektronische Barkeeper James aus München punktet mit Charme und Fliege.

Der Maschinen-Barkeeper "James" soll nicht nur Drinks servieren, sondern dabei auch auf die sozialen Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen. dpa

Der Maschinen-Barkeeper "James" soll nicht nur Drinks servieren, sondern dabei auch auf die sozialen Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen.

MünchenDie Zukunft ist etwa einen halben Meter groß und trägt eine silberne Fliege. James hat zwar nur einen Arm, den aber setzt er geschickt ein: Zielstrebig greift er nach der Plastikflasche hinter dem Tresen und stellt sie vor den Besucher.

Auf die artige Bedankung folgt die blecherne Antwort des Roboter-Barkeepers: „Always a pleasure“, spricht James in feinstem britischen Englisch, „immer wieder gerne“. Der Roboter wurde beim Münchner Fortiss-Instituts für Hightech-Forschung programmiert - zu Forschungszwecken versteht sich.

„Bei uns ist wichtig, dass der Roboter nicht nur die Aufgabe richtig erledigt, sondern dabei auch die sozialen Bedürfnisse des Menschen beachtet“, erklärt Entwickler Manuel Giuliani sein Projekt. James („Joint Action for Multimodal Embodied Social Systems“) ist als Barkeeper programmiert und soll eine menschliche Interaktion auf Augenhöhe möglich machen. Er soll dabei vor allem variabel agieren und reagieren.

Wenn zwei Menschen an der Bar stehen, müsse der Maschinen-Kellner zuerst den bedienen, der als erster da war - dem zweiten Gast solle er zumindest klar machen, dass er auch gleich dran ist. Dadurch gehe zwar Zeit verloren, aber Effizienz habe im Roboter-Business nicht unbedingt Priorität: „Die Menschen sind glücklich, und das ist ja durchaus auch wichtig“, erklärt Giuliani.

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