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04.01.2005

11:25 Uhr

Forschung + Medizin

Siamesische Zwillinge: Ärzte optimistisch

Nach der Trennung des polnischen Siamesischen Zwillingspaares Olga und Daria in Saudi-Arabien sind die Ärzte optimistisch, dass beide Mädchen überleben werden.

OP

Operation der Siamesischen Zwillinge aus Polen.

dpa RIAD/KAIRO. Nach der Trennung des polnischen Siamesischen Zwillingspaares Olga und Daria in Saudi-Arabien sind die Ärzte optimistisch, dass beide Mädchen überleben werden. „Ihre Herzen, Lungen und Nieren funktionieren gut und ohne Komplikationen“, zitierten saudi-arabische Medien den Chef des 25-köpfigen Behandlungsteams, Abdullah al-Rabia.

Die polnische Nachrichtenagentur PAP meldete unter Berufung auf die Ärzte, Daria und Olga machten so gute Heilungsfortschritte, dass sie bereits jetzt den für die nächsten ein bis zwei Tage erhofften Zustand erreicht hätten.

Die 15 Monate alten Schwestern hätten beide schon die Augen geöffnet und sich in ihren Betten bewegt, hieß es. Am Nachmittag berichtete der polnische Botschafter in Riad unter Berufung auf die Ärzte, die Mädchen könnten wahrscheinlich schon sehr bald mit Flaschenmilch gefüttert werden. Die Kinder atmeten bereits selbstständig.

Die beiden am Unterleib zusammengewachsen Mädchen waren am Montag in einer 18-stündigen Operation getrennt worden. „Vor allem die Trennung des Rückgrats war ein Moment, in dem wir alle sehr angespannt waren“, sagte eine saudi-arabische Krankenschwester. Erst in etwa einem halben Jahr steht den Angaben zufolge fest, ob die Mädchen ihre Beine ohne Einschränkungen bewegen können.

Die 37 Jahre alte Mutter der Kinder aus dem polnischen Janikowo dankte dem Ärzteteam und Saudi-Arabiens Kronprinzen Abdullah bin Abdelasis, der die Operation bezahlt hatte. „Jetzt ist mein Traum endlich wahr“, sagte sie der Zeitung „Arabnews“, „jetzt können meine Kinder ein normales Leben führen“. Es war bereits das sechste Mal, dass Ärzte in Riad ein Siamesisches Zwillingspaar getrennt haben.

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