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02.03.2004

08:04 Uhr

Sicherheitsexperten warnen vor der ungeschützten Informationen auf RFID-Etiketten

Funkchips verraten Firmengeheimnisse

VonLars Reppesgaard (Handelsblatt)

Funkchips sollen die Informationsverarbeitung in der Logistikkette beschleunigen und gleichzeitig vereinfachen.

DÜSSELDORF. Produktinformationen, die auf Chips gespeichert werden, die mit der zukunftsträchtigen Technologie der Radio Frequency Identification (RFID) ausgestattet sind, können leicht ausgelesen und so der Warenfluss dokumentiert werden. In ersten Lagerhallen von Handelsriesen wie Metro und Wal-Mart spielt die neue Technik bereits eine bedeutende Rolle. Während Unternehmen verstärkt auf die neue Erfassungstechnologie setzen, warnen jetzt Sicherheitsexperten in den USA, die Firmen würden durch einen sorglosen Umgang mit den Funkchips Industriespionen Tür und Tor öffnen.

„Wir beobachten eine ähnliche Arglosigkeit wie bei der Installation von drahtlosen Rechnernetzen mit Wireless LAN in Unternehmen“, sagte Burt Kaliski, Forschungsleiter beim US-Unternehmen RSA Security, dem Handelsblatt am Rande der „RSA Conference“. Diese weltgrößte Messe für Computersicherheit fand vergangene Woche in San Franciso statt. Die Funkvernetzung ist zwar komfortabel, um Computer ohne Kabel miteinander zu verbinden, sie ist aber immer noch wegen fehlender Sicherheitsfunktionen ein Risiko für Unternehmen, weil das Datennetz von außen abgehört werden kann.

Bei der RFID-Technik drohen die Unternehmen nun ebenfalls in die Komfort-Falle zu tappen, sagt Kaliski. RFID erlaubt es im Gegensatz zu den heute gebräuchlichen Barcode-Scannern, Informationen, die auf kleinen Funkchips an den Waren gespeichert sind, mit Lesegeräten ohne Sichtkontakt auszulesen. Diese Lesegeräte seien ein ernst zu nehmendes Einfallstor für Wirtschaftsspione, warnt Kaliski. Sie senden ein Funksignal aus, das zum einen als Energiequelle die Etiketten aktiviert, zum anderen fangen die Leser Signale ein, die die aktivierten Chips aussenden.

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