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15.03.2011

10:22 Uhr

Sojus-Plätze

Russland bittet Nasa kräftig zur Kasse

Mit dem Ende der Shuttle-Ära in diesem Jahr ist die Nasa auf russische Sojus-Kapseln angewiesen, um Astronauten zur Raumstation ISS zu bringen. Jetzt hat Russland die Amerikaner dafür kräftig zur Kasse gebeten.

Start einer russischen Sojus TM-34: Nach dem Ende der Shuttle-Ära muss sich die Nasa Startplätze in russischen Raumschiffen kaufen. Quelle: ap

Start einer russischen Sojus TM-34: Nach dem Ende der Shuttle-Ära muss sich die Nasa Startplätze in russischen Raumschiffen kaufen.

Nach dem Ende der Space-Shuttle-Ära hat sich die US-Weltraumbehörde Nasa für 753 Millionen Dollar (rund 540 Mio Euro) bis 2016 Plätze in russischen Sojus-Kapseln gesichert. Weil die Nasa ihre Raumfähren in diesem Jahr außer Dienst stellt, haben die USA in den kommenden Jahren keine andere Möglichkeit, Menschen und Material zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen, als mit den Sojus-Kapseln.

Die Nasa und die russische Raumfahrtagentur Roskomos hätten deshalb ihren Vertrag um zwei Jahre verlängert, berichteten russische Medien am Dienstag aus Washington. Für Russland lohnt sich das Geschäft mit ausländischen Raumfahrern.

So zahlt die Nasa für Sojus-Plätze in den Jahren 2013 und 2014 insgesamt 355 Millionen Dollar. Roskosmos hatte mit Blick auf das Ende der Space Shuttles bereits angekündigt, die Preise zu erhöhen. Das Geld soll unter anderem in den Bau eines neuen Weltraumbahnhofs im russischen Fernen Osten fließen.

Von

dpa

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