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24.11.2014

11:21 Uhr

Sojus-Raumschiff an der ISS angekommen

Italienische Astronautin bringt Espresso mit

Das russische Sojus-Raumschiff mit der Italienerin Samantha Cristoforetti an Bord hat die Internationale Raumstation ISS ohne Zwischenfälle erreicht. Im Gepäck hat sie neben technischer Ausrüstung auch Gaumenfreuden.

Russisches Sojus-Raumschiff

Italienische Astronautin erreicht die ISS

Russisches Sojus-Raumschiff: Italienische Astronautin erreicht die ISS

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Washington/BaikonurDas russische Sojus-Raumschiff mit der Italienerin Samantha Cristoforetti an Bord hat die Internationale Raumstation ISS ohne Zwischenfälle erreicht. Die Sojus-Kapsel dockte in der Nacht zum Montag um 03.49 Uhr MEZ an der ISS an, wie die Nasa mitteilte. "Ein neues Raumschiff ist angekommen", vermeldete die US-Raumfahrtbehörde.

Das Sojus-Raumschiff war am Sonntagabend 22.01 Uhr MEZ gestartet. An Bord waren außer der ersten Italienerin im All auch der US-Astronaut Terry Virts und der russische Kosmonaut Anton Schkaplerow. Die 37-Jährige soll unter anderem Experimente fortführen, die der deutsche Astronaut Alexander Gerst begonnen hat. Er war am 10. November zur Erde zurückgekehrt. „Gratuliere. Ich habe euren fantastischen Start verfolgt“, schrieb Gerst bei Twitter.

Im Gepäck hatten die Raumfahrer neben technischer Ausrüstung auch wahre Gaumenfreuden: Kaviar, Äpfel, Orangen, Tomaten, Schwarztee - und sogar eine 20 Kilogramm schwere Espressomaschine, die die Italienerin mitbrachte.

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Ab 2017 will die Nasa ihre Astronauten wieder selbst ins All befördern.

Auf der ISS arbeiten bereits drei Astronauten: Barry Wilmore von der US-Weltraumbehörde Nasa sowie die Russen Alexander Samokutjaew und Elena Serowa. Diese Crew soll Anfang März zur Erde zurückkehren. Bis dahin arbeiten mit Cristoforettis Ankunft das zweite Mal in der 16-jährigen Geschichte der ISS zwei Frauen im Rahmen langfristiger Missionen an Bord der Raumstation.

„Ich mag Herausforderungen und möchte diese Mission so intensiv erleben, wie es geht“, hatte Cristoforetti vor dem Start gesagt. Mit ihrem Flug wolle sie die Raumfahrt voranbringen. „Wenn das Leben im All in 500 Jahren normal sein soll, müssen wir heute damit beginnen.“
Seitdem die Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte 2011 einmottete, stellen die Sojus-Raumschiffe das einzige verfügbare Transportmittel dar. Doch im September verkündete die Nasa, ihre Abhängigkeit von den teuren Flügen mit den Russen beenden zu wollen. Der Flugzeugbauer Boeing und das Technologieunternehmen SpaceX bekamen den Auftrag, die Astronauten in den kommenden Jahren zur ISS zu bringen.

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