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18.01.2005

15:45 Uhr

Sonst drohen Milben

Forscher raten zu ungemachtem Bett

Eine gute Nachricht für Teenager: Ungemachte Betten schützen nach Erkenntnissen britischer Forscher vor Krankheiten. Gemachte Betten seien dagegen unhygienisch.

Gemachtes Bett

Ordentliche Betten, wie hier auf der "Queen Mary 2", sind laut Forscher ein Hort für Milben.

dpa LONDON. Wer jeden Morgen schön ordentlich die Bettdecken falte und eine Tagesdecke aufziehe, schaffe ideale Lebensverhältnisse für Milben, die Asthma, Ekzeme, chronischen Heuschnupfen und andere Allergien auslösen könnten. Ein solches Bett beherberge schnell eine Milbenpopulation von um die 1,5 Mill. Tieren, warnten die Forscher am Dienstag nach einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA. Eltern sollten es deshalb ihren Kindern nachtun und besser alles zerwühlt liegen lassen.

Denn nicht nur ordnungsliebenden Menschen, sondern auch den mikroskopisch kleinen Spinnentieren seien ungemachte Betten zuwider, sagte der Leiter der Untersuchung, Stephen Pretlove von der Universität Kingston in London. „Hausstaubmilben ernähren sich von Schuppen der menschlichen Haut, und deshalb lieben sie es, mit uns das Bett zu teilen. Wir wissen, dass Milben nur überleben können, indem sie über kleine Drüsen an der Außenseite ihres Körpers Wasser aus der Atmosphäre aufnehmen. Etwas so Einfaches wie die Gewohnheit, das Bett tagsüber ungemacht zu lassen, kann dem Bettzeug und der Matratze Feuchtigkeit entziehen, so dass die Milben austrocknen und schließlich sterben.“

Großbritannien gibt nach Schätzungen jedes Jahr etwa eine Milliarde Euro für die Behandlung von Krankheiten aus, die durch Milben verursacht worden sind.

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