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03.09.2014

12:56 Uhr

Spaziergänger-Tempo

Japanische Forscher bauen laufenden Roboter

Er ist nur 14 Zentimeter groß, bewegt sich aber im schnellen Spaziergängertempo und kann einen Salto vorwärts: Japanische Forscher an der Universität Tokio haben einen neuen Roboter namens „Achires“ gebaut.

Der nur 14 Zentimeter hohe Roboter, hier auf einem Handout der Universität Tokio, bewegt sich mit der Geschwindigkeit eines flotten Spaziergängers. dpa

Der nur 14 Zentimeter hohe Roboter, hier auf einem Handout der Universität Tokio, bewegt sich mit der Geschwindigkeit eines flotten Spaziergängers.

TokioJapanische Forscher haben einen zweibeinigen Roboter entwickelt, der fast so schnell wie ein Mensch laufen kann. Zwar sind die Beine von „Achires“ (Actively Coordinated High-speed Image-processing Running Experiment System) nur 14 Zentimeter lang. Damit legt er aber ein Tempo von 4,2 Kilometer in der Stunde hin und ist damit so schnell wie ein flotter Spaziergänger.

„Er kann auch einen Salto nach vorne machen“, erklärte Professor Masatoshi Ishikawa von der Universität Tokio am Mittwoch.

Herkömmliche zweibeinige Roboter wie Hondas „Asimo“ können zwar gehen, aber nicht laufen, da sich nur ihre Beine bewegen, um nicht die Balance zu verlieren. Bei „Achires“ dagegen sorgt eine „Visual Feedback“ genannte Technologie dafür, dass sich der Roboter genau wie ein Mensch bewegt und dabei nicht umfällt.

Dieses Bildverarbeitungssystem ermöglicht dem Roboter, sobald er beim Fortbewegen die Hüfte vorschiebt und so zunächst aus der Balance gerät, im richtigen Moment das andere Bein nach vorne zu schnellen. Während der Roboter läuft, filmt eine eingebaute Kamera seine Bewegungen mit 600 Bildern pro Sekunde und sendet Signale an die Antriebmechanismen der zahlreichen Gelenke.

Diese schalten sich immer im entscheidenden Moment an und aus.

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Erst ein Scharnier, dann das nächste – bis nach wenigen Minuten ein kompletter Roboter steht. Bizarr sieht es aus, wenn sich der weiße Faltkrabbler erhebt und davonläuft. Doch er ist weit mehr als ein lustiges Spielzeug.

Die Entwicklung solle in der Industrie eingesetzt werden, erläuterte Ishikawa der Nachrichtenagentur dpa. In einer Fabrik müssten bisher Dinge wie Dosen, die ungeordnet auf Fließbänder fallen, von Menschen geordnet werden. Dies könnte mit der neuen Robotertechnologie vermieden und auf diese Weise die Effizienz bei Produktionsprozessen gesteigert werden.

Von

dpa

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