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18.01.2005

17:40 Uhr

Forschung + Medizin

SPD-Länder: Union blockiert Elite-Forschungsprogramm

Die Wissenschaftsminister der SPD-geführten Länder haben die Unionsländer vor einem Scheitern des 1,9-Mrd.- Programms zur Förderung von Spitzenforschung und Elitehochschulen gewarnt.

Vorlesung

Hunderte Medizinstudenten drängen sich im Hörsaal der Uni Leipzig (Archivbild).

dpa BERLIN. Die Wissenschaftsminister der SPD-geführten Länder haben die Unionsländer vor einem Scheitern des 1,9-Mrd.- Programms zur Förderung von Spitzenforschung und Elitehochschulen gewarnt.

Dieses einvernehmlich von den Fachministern der Länder mit dem Bund erarbeitete Programm dürfe nicht plötzlich durch einen neuen Unions-Vorschlag für eine andere Mittelverwendung unmöglich gemacht werden, erklärte der SPD-Länder-Sprecher und rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Jürgen Zöller am Dienstag.

Hintergrund ist der Vorstoß der beiden Unionsminister Peter Frankenberg (Baden-Württemberg) und Thomas Goppel (Bayern), das Geld nicht wie bisher vorgesehen über einen speziellen Wettbewerb an die Hochschulen zu verteilen, sondern damit den Gesamthaushalt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu erhöhen. Die DFG finanziert die Hochschulforschung in Deutschland.

Zöllner sagte, die Hochschulen warteten dringend auf das Geld. Die Vereinbarung vom November trage „ohne Wenn und Aber auch die Handschrift“ seiner Unions-Kollegen. Zwar benötigte auch die DFG mittel- bis langfristig mehr Geld. Dies könne „aber nicht die Spitzenförderung durch Exzellenzcluster und Graduiertenschulen ersetzen.“ Die Unions-Kollegen sollten „ihre Ministerpräsidenten endlich für die Vereinbarung gewinnen“. Auch sei der Verweis auf das vorläufige Scheitern der Föderalismusreform „nicht überzeugend“. Zöllner: „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.“

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