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23.01.2004

16:00 Uhr

"Spirit" schweigt weiter

ESA ortet Eis auf dem Mars

Die europäische Sonde "Mars-Express" hat zum ersten Mal Lage und Volumen von gefrorenem Wasser am Südpol des roten Planeten nachgewiesen. Während die ESA den Fund feiert, bezeichnet die Nasa die Entdeckung als keine große Neuigkeit.

Bundeswissenschaftsministerin Edelgard Bulmahn und der ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood freuen sich über die ersten 3D-Bilder vom Mars, die mit einer in Deutschland entwickelten Kamera aufgenommen wurden, Foto: dpa

Bundeswissenschaftsministerin Edelgard Bulmahn und der ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood freuen sich über die ersten 3D-Bilder vom Mars, die mit einer in Deutschland entwickelten Kamera aufgenommen wurden, Foto: dpa

HB DARMSTADT. Alle Instrumente an Bord der Sonde „Mars-Express“ funktionierten einwandfrei, sagte ESA- Wissenschaftsdirektor David Southwood am Freitag in Darmstadt bei der Vorstellung erster Ergebnisse des Weltraumfluges. Der Nachweis von Wasser war eines der wichtigsten Ziele der Mission.

ESA-Mitarbeiter Prof. Walter Flury bezeichnete den Fund als einen „ganz großen Tag“ für die europäische Raumfahrt. „Das ist für die bemannte Raumfahrt sehr wichtig“, sagte der Wissenschaftler. Wenn zukünftig Menschen auf den Mars gingen - und davon gehe er aus -, müssten sie kein Wasser von der Erde aus mitbringen. „Es ist oben auf dem Mars vorhanden, und das ändert die Sachlage ganz fundamental“.

Die US-Weltraumbehörde NASA begrüßte die Ergebnisse der ESA, bezeichnete die Entdeckung von Wasser auf dem Mars jedoch als keine große Neuigkeit. Die NASA-Sonde „Mars-Odyssey“, die den Roten Planeten seit 2001 umrunde, habe bereits große Mengen gefrorenen Wassers im Norden und Süden des Roten Planeten entdeckt, sagte der Mars-Programmdirektor der NASA, Orlando Figueroa, dem Fernsehsender CNN. „Wir waren überrascht, wie viel es war und wie dicht unter der Oberfläche. Deshalb ist es keine Neuigkeit, aber wir sind froh, dass ihr Satellit auch in der Lage ist, zu sagen, wo es ist.“

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