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24.01.2017

10:39 Uhr

Starkregen-Simulation

Wenn Regen zur Todesgefahr wird

Japan wird immer öfter von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Eine tödliche Gefahr für Megastädte wie Tokio, die auch unter der Erde wachsen. An der Uni Kyoto wird der gefährliche Regen im Labor simuliert.

Das Land wird immer häufiger von verheerenden Regenfällen heimgesucht. An der Uni Kyoto wird das Wetterphänomen im Simulator erforscht. dpa

Flutschäden in Japan

Das Land wird immer häufiger von verheerenden Regenfällen heimgesucht. An der Uni Kyoto wird das Wetterphänomen im Simulator erforscht.

KyotoMit gewaltiger Wucht stürzt das Regenwasser den Treppenaufgang hinunter. Rund einen halben Meter hoch steht ein junger Japaner in den herabdonnernden Wassermassen. Bei jedem Schritt droht er zu stürzen, während er sich langsam die Stufen hochkämpft.

„Ohne sich am Geländer festzuhalten würden die meisten Männer es bei so einer Wasserhöhe nicht mehr hinaufschaffen“, erklärt Kenji Kawaike vom Disaster Prevention Research Institute (DPRI) an Japans renommierter Universität Kyoto. „Für viele Frauen sind bereits 40 Zentimeter zu hart.“

Kawaike arbeitet am „Ujigawa Open Laboratory“ seines Instituts, einer der weltweit größten Anlagen zur Simulation von verheerenden Regenfällen. Ein Wetterphänomen, das in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt immer häufiger auftritt und Stadtplaner wie Rettungskräfte in Japan vor wachsende Herausforderungen stellt.

Erst vor wenigen Monaten hatte ein heftiger Taifun den Nordosten des Inselreiches mit rekordstarken Regenfällen und Sturmböen überzogen und vielerorts für Überschwemmungen gesorgt. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben.

„Ob es an der globalen Klimaerwärmung liegt, ist nicht klar, aber die Häufigkeit heftiger Regenfälle hat in den vergangenen Jahren zugenommen“, erklärt Kaoru Takara, Direktor des DPRI. Auch die Taifune würden immer stärker.

Von „heftigen Regenfällen“ sprechen Experten in Japan bei Niederschlägen von mindestens 50 Millimeter pro Stunde. Als „sehr heftige Regenfälle“ werden Niederschläge von 80 Millimetern oder mehr bezeichnet. Allein im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der nationalen Meteorologischen Behörde bei 1000 Messungsstellen 257 Mal Regenfälle mit einer Niederschlagsmenge von über 50 Millimeter pro Stunde und 21 Mal mit 80 Millimeter pro Stunde gemessen. Das sei fast doppelt so häufig wie noch vor 40 Jahren.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.01.2017, 11:21 Uhr

"Sergio Puntila27.01.2017, 09:30 Uhr
Der Chefdemokratenfresser als Oberkommentator des HB sondert in gewohnt langweiliger Manier, klingt schon fast andressiert, was Sie hier tagtäglich vor sich hingeifern, werter MH"

Ich geifere nicht, ich kommentiere. Ich gebe mir den ganzen Tag große Mühe, jeden, aber auch wirklich jeden Artikel zu kommentieren,
um die Leute von der grün-sozialistischen Murkselregierung zu warnen.

Ja, ich bin ein Fan von Trump und Putin, das sind wenigstens noch zwei echte Kerle mit eigener Meinung, nicht wie unser sprechender Hosenanzug!

Ja, ich bin ein Anhänger der AFD, denn nur diese Partei kann unser Reich noch retten!

Nein, ich bin nicht arbeitslos und habe deshalb soviel Zeit Kommentare zu schreiben, ich bin arbeitssuchend!
Danke

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