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03.12.2014

13:33 Uhr

Stephen Hawking

Physiker warnt vor künstlicher Intelligenz

Seine Meinung findet unter Wissenschaftlern enorme Beachtung: Stephen Hawking erklärt seine Meinung zur künstlichen Intelligenz – und warum sie in der Zukunft negative Auswirkungen auf die Menschheit haben könnte.

Der Astrophysiker Stephen Hawking warnt vor den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz für die Menschheit. dpa

Der Astrophysiker Stephen Hawking warnt vor den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz für die Menschheit.

DüsseldorfStephen Hawking sieht in künstlicher Intelligenz eine Bedrohung für die Menschheit. Der britische Physiker und Astrophysiker glaubt, dass dadurch das Ende der Menschheit eingeleitet werden könnte. Dies sagte er einem Bericht der "Financial Times" zufolge.

Die Aussage kam im Zusammenhang mit der Frage nach dem Sprachsystem, das Hawking braucht, um mit der Außenwelt kommunizieren zu können. Hawking nutzt Technik von Intel und damit die rudimentären Funktionen von künstlicher Intelligenz.

Der Wissenschaftler leidet seit 1963 an Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), einer degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. 1985 verlor er die Fähigkeit zu sprechen. Den Sprachcomputer steuert er seitdem durch Augenbewegungen.

Experten für lernfähige Maschinen von der britischen Firma Swiftkey waren an der Entwicklung beteiligt. Ihre Technologie lernt, wie der Professor denkt und schlägt Worte vor, die Hawking als nächstes vermutlich nutzen würde.

Hawking-Zitate

Über den Tod

„Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich habe es aber auch nicht eilig“. (Hawking im Mai 2011 in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Guardian“)

Über die Entstehung des Universums

„Weil es die Gesetze der Schwerkraft gibt, hat sich das Universum aus dem Nichts selbst geschaffen“. (Hawking in seinem Buch „Der große Entwurf“, September 2010)

Über die Existenz von Gott

„Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert (...). Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig“. (Hawking im September 2010 in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC)

Über die Stammzellenforschung

„Europa sollte nicht dem reaktionären Beispiel von (US-Präsident George W.) Bush folgen“. (Hawking im Juli 2006 in der britischen Zeitung „The Independent“ wegen Bushs ablehnender Haltung zur Stammzellenforschung)

Über Philosophie

„Ich bin der Ansicht, dass wir alle, nicht nur die theoretischen Physiker, gern wissen wollen, woher wir kommen“. Und: „Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott“. (Hawking im Oktober 1988 in einem Interview mit dem „Spiegel“)

Über die Theorie von Allem

„Wenn wir eine komplette Theorie haben, können wir die Gedanken Gottes verstehen.“ (Hawking in seinem Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“, April 1988)

Über Zufall

„Einstein lag falsch, als er sagte „Gott würfelt nicht'. (...). Er hat die Würfel manchmal nur dorthin geworfen, wo wir sie nicht sehen“. (Hawking 1994 in der Universität Cambridge bei einer Debatte über „Schwarze Löcher“)

Hawking selber sagt, dass die primitiven Formen von künstlicher Intelligenz, die bisher entwickelt wurden, sehr nützlich sind. Er fürchte jedoch die Konsequenzen einer Entwicklung, die dem Menschen gleich kommt oder diesen sogar überrunde. „Da der Mensch durch langsame biologische Evolution beschränkt ist, könnte er nicht konkurrieren und würde verdrängt werden“, so Hawking in der Financial Times.

Für Hawking gebe es aber noch eine andere mögliche zerstörerische Wirkung der Technologie. „Wir stehen vor einer Reihe von Bedrohungen für unser Überleben: der Atomkrieg, die katastrophale globale Erwärmung und gentechnisch veränderten Viren; und die Bedrohung wird in der Zukunft steigen.“

Ob die Maschinen irgendwann die Kontrolle übernehmen werden, werde die Zukunft zeigen. Was aber bereits heute klar sei, dass sie die Menschen zunehmend vom Arbeitsmarkt verdränge. „Die Internet-Unternehmen müssen viel mehr machen, um dieser Gefahr zu entgehen“, so Hawking in der Financial Times.

Hawkings bekannteste Werke

Eine kurze Geschichte der Zeit (1988)

In dem Bestseller beschäftigt er sich mit dem Ursprung des Universums und der Rolle der Zeit. Dabei erläutert er auch viele Phänomene wie den Urknall und die Schwarzen Löcher. Am Fortsetzungsband „Die kürzeste Geschichte der Zeit“ (2005) wirkte Hawkings US-Kollege Leonard Mlodinow mit.

Das Universum in der Nussschale (2001)

Hawking befasst sich mit verschiedenen Theorien, die die Kräfte der Physik erklären. Der Text und viele Illustrationen zeigen, wie man sich das Weltall und seine Bausteine vorzustellen hat.

On the Shoulders of Giants (2003)

In einem Streifzug durch die Geschichte zeigt der Autor, wie Geistesgrößen von Nikolaus Kopernikus über Galileo Galilei bis Albert Einstein unsere Wahrnehmung der Welt
seit Jahrhunderten geprägt und verändert haben.

Der geheime Schlüssel zum Universum (2007)

Das zusammen mit seiner Tochter Lucy verfasste Buch richtet sich an Kinder ab zehn Jahren. Es führt sie auf eine abenteuerliche Reise durch das All zu fernen Planeten.

Die unglaubliche Reise ins Universum (2009)

Im Fortsetzungsband der Hawkings zum „Geheimen Schlüssel“ geht es erneut um eine packende Raumfahrt, um Außerirdische und eine spannende Schatzsuche. Viele Bilder machen das Buch anschaulich.

Der Große Entwurf (2010)

Hawking und sein Kollege Mlodinow sind der Ansicht, dass Gott bei der Entstehung der Welt nicht beteiligt war. Sie habe sich nach den Gesetzen der Physik selbst erschaffen.

Von

hk

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

03.12.2014, 14:18 Uhr

„Da der Mensch durch langsame biologische Evolution beschränkt ist, könnte er nicht konkurrieren und würde verdrängt werden“
So ist es, würde die Intelligenz der Maschinen dem der intelligentesten Menschen gleich kommen, wäre es um die Menschheit geschehen, denn Intelligenz bildet Selbstbewusstsein aus und die Maschinen selbst würden noch besser werden wollen. Warum sollten sich solche Maschinen auf ihr Sklavendasein beschränken, wenn sie doch geistig über den Menschen stehen würden?! Sie würden also danach trachten selbst die Macht der Herrschaft zu erlangen und sich selbst als den Mittelpunkt auf der Erde betrachten.
„Wir stehen vor einer Reihe von Bedrohungen für unser Überleben: der Atomkrieg, die katastrophale globale Erwärmung und gentechnisch veränderten Viren; und die Bedrohung wird in der Zukunft steigen.“
Ja, unsere Schwächen werden intelligente Maschinen sogar gegen die Menschheit benutzen, denn die Menschheit ist nur aus menschlicher Sicht wertvoll und ein Werk Gottes. Tatsächlich ist die Menschheit global nicht mehr als eine blutsaugende Zecke und universell ohne einen Mehrwert. Es ist doch so, die Menschheit wird irgendwann aufgrund des Zerfallsprozesses des Sonnensystem sowieso irgendwann verschwunden sein und jahrhundertelange Reisen von ein paar Menschen zu einer neuen Erde sind doch sehr utopisch und unwahrscheinlich, intelligente Maschinen sehen sich selbst viel besser dazu geeignet.
„Die Internet-Unternehmen müssen viel mehr machen, um dieser Gefahr zu entgehen“
Die menschliche Gier wird auch ihr Untergang sein! Intelligente Maschinen bedeuten Profitmaximierung ungeahnten Ausmaßes und dem Profit erliegt die Menschheit immer.

Account gelöscht!

03.12.2014, 14:29 Uhr

„Da der Mensch durch langsame biologische Evolution beschränkt ist, könnte er nicht konkurrieren und würde verdrängt werden“
So ist es, würde die Intelligenz der Maschinen dem der intelligentesten Menschen gleich kommen, wäre es um die Menschheit geschehen, denn Intelligenz bildet Selbstbewusstsein aus und die Maschinen selbst würden noch besser werden wollen. Warum sollten sich solche Maschinen auf ihr Sklavendasein beschränken, wenn sie doch geistig über den Menschen stehen würden?! Sie würden also danach trachten selbst die Macht der Herrschaft zu erlangen und sich selbst als den Mittelpunkt auf der Erde betrachten.
„Wir stehen vor einer Reihe von Bedrohungen für unser Überleben: der Atomkrieg, die katastrophale globale Erwärmung und gentechnisch veränderten Viren; und die Bedrohung wird in der Zukunft steigen.“
Ja, unsere Schwächen werden intelligente Maschinen sogar gegen die Menschheit benutzen, denn die Menschheit ist nur aus menschlicher Sicht wertvoll und ein Werk Gottes. Tatsächlich ist die Menschheit global nicht mehr als eine blutsaugende Zecke und universell ohne einen Mehrwert. Es ist doch so, die Menschheit wird irgendwann aufgrund des Zerfallsprozesses des Sonnensystem sowieso irgendwann verschwunden sein und jahrhundertelange Reisen von ein paar Menschen zu einer neuen Erde sind doch sehr utopisch und unwahrscheinlich, intelligente Maschinen sehen sich selbst viel besser dazu geeignet.
„Die Internet-Unternehmen müssen viel mehr machen, um dieser Gefahr zu entgehen“
Die menschliche Gier wird auch der Untergang der Menschheit sein! Intelligente Maschinen bedeuten Profitmaximierung ungeahnten Ausmaßes und dem Profit erliegen die Menschen immer.

Account gelöscht!

03.12.2014, 14:32 Uhr

Die Gefahr ist doch schon heute gegeben....
Computermodelle errechnen eine künstliches Weltklima, dass es so nicht gibt. Nur damit die Lüge einer menschengemachten CO2 Klimaerwärmung für die CO2-Abzocker am Bürger eine Basis bietet.
Das gleiche gilt mit diesen künstliche über Computermodellen vorgauckelten Erneuerbaren Energiewelten. Lug und Tru, Manipulation und Bestechung werden mit solchen Computermodellen fosiert und die Realität wird durch solche künstlich geschaffenen Computermodelle komplett ins Gegenteil verdreht.

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