Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.10.2015

13:09 Uhr

Stern KIC 8462852

Sternenleuchten befeuert Alien-Phantasien

VonPeter Steinlechner
Quelle:Golem.de

Vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht geht das Kürzel KIC 8462852 in die Geschichte ein: Es bezeichnet einen Stern, der möglicherweise wegen einer außerirdischen Zivilisation ein seltsames Leuchtverhalten zeigt.

Das Weltraumobservatorium sucht anhand von Schwankungen im Sternlicht nach fernen Planeten. ap

Weltraumteleskop Kepler

Das Weltraumobservatorium sucht anhand von Schwankungen im Sternlicht nach fernen Planeten.

BerlinDas Weltraumteleskop Kepler sucht seit 2009 nach extrasolaren Planeten. Ein ganz bestimmter Stern mit der Bezeichnung KIC 8462852 sorgt derzeit für Spekulationen: Er leuchtet so unregelmäßig, dass ernstzunehmende Wissenschaftler als eine mögliche Erklärung eine außerirdische Zivilisation nennen.

Die könnte beispielsweise eine Dyson-Sphäre um KIC 8462852 errichtet haben – also eine Art riesigen Sonnenkollektor, um Energie zu gewinnen. Ebenfalls denkbar ist ein großes Satellitenfeld oder eine ähnliche Einrichtung.

Kepler sucht nach Exoplaneten, indem er das Licht von Sternen untersucht. Wenn es regelmäßige Schwankungen gibt, ist das ein Hinweis darauf, dass sich ein Himmelskörper regelmäßig vor die Lichtquelle schiebt – wie die Erde vor die Sonne.

Im Falle von KIC 8462852 ist der Community von Planet Hunters aufgefallen, dass die Lichtschwankungen extrem unregelmäßig sind. Laut dem Magazin New Scientist gab es 2009 zwei kurze Abnahmen, eine längere mit auffällig asymmetrischen Schwankungen im Jahr 2011 und 2013 dann eine Reihe kurzer Abschwächungen der Lichtstrahlung – teils um bis zu 20 Prozent.

Die Astronomin Tabetha Boyajian von der Universität Yale hat sich in einem wissenschaftlichen Papier mit dem Phänomen beschäftigt und nach möglichen Erklärungen gesucht. Dieses Paper hat sie einem Kollegen geschickt, dem Astronomen Jason Wright von der Penn State Universität.

Wright beschäftigt sich seit längerem mit der Suche nach Aliens. Er hat eine eigene Erklärung für die Lichtschwankungen: eben „Megastrukturen“ von Außerirdischen, wie er im Gespräch mit The Atlantic sagt. Wright will demnächst eine eigene Studie zu dem Phänomen veröffentlichen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×