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17.11.2011

13:23 Uhr

Sternentstehung

Kosmische Geburtshelfer

Sterne und Planeten werden geboren, wenn riesige Wolken aus interstellarem Gas und Staub kollabieren. Forscher haben jetzt tief in den kosmischen Kreißsaal geblickt – und einen stellaren Geburtshelfer entdeckt.

Rosa-violett zeigen sich die Arme der Triangulum-Galaxie M 33. Die rosa gefärbten Regionen enthalten neu geborene Sterne. dpa

Rosa-violett zeigen sich die Arme der Triangulum-Galaxie M 33. Die rosa gefärbten Regionen enthalten neu geborene Sterne.

DüsseldorfHeidelberger Astronomen haben einen kosmischen Geburtshelfer für junge Sterne aufgespürt: Ausgedehnte Magnetfelder tragen offenbar dazu bei, dass sich das Gas in einer Galaxie zu neuen Sonnen zusammenballen kann. Das zeigen Beobachtungen einer Nachbargalaxie der Milchstraße, die Thomas Henning und Hua-bai Li vom Max-Planck-Institut für Astronomie im britischen Fachjournal „Nature“ vorstellen.

Am Anfang stehen Gas und Staub. Konzentriert in Molekülwolken, bilden sie das Reservoir für neue Sterne und Planeten. Die Wolken bestehen vor allem aus Wasserstoffmolekülen. Kartiert man die Verteilung solcher Wolken in einer Spiralgalaxie wie unserer Milchstraße, dann ergibt sich ein deutliches Muster: Die Wolken ordnen sich entlang der Spiralarme an.

Doch was bringt Materie dazu, sich zu Wolken zusammenzuballen, die hundert oder sogar tausend Mal dichter sind als das umgebende interstellare Gas? Als Kandidat für den Posten des Geburtshelfers wurden schon seit längerem die Magnetfelder einer Galaxie gehandelt. Schon ein einfaches Experiment zeigt die formende Kraft von Magnetfeldern: Hält man einen Hufeisenmagneten unter eine Platte mit Eisenfeilspänen, so ordnen sich diese entlang der Magnetfeldlinien an.

Mit dem Submillimeter Array (SMA), einem Verbundteleskop am Mauna Kea Observatory auf Hawaii, vermaßen die Max-Planck-Forscher die großräumigen Magnetfelder der Triangulum-Galaxie. Die auch unter der Bezeichnung M 33 bekannte Sterneninsel ist rund drei Millionen Lichtjahre von uns entfernt und gehört damit nach kosmischen Maßstäben zu den Nachbarn unserer Milchstraße.

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