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09.08.2011

10:53 Uhr

Sternschnuppen-Hagel

Feuerregen über Deutschland

In den kommenden Nächten ergießt sich ein Hagel von Sternschnuppen über Deutschland. Wer den Strom der Perseiden genießen will, muss allerdings auf ein Wolkenlücke hoffen.

Der Meteorstrom der Perseiden bietet Freunden des Sternenhimmels in den kommenden Tagen ein besonderes Schauspiel - wenn das Wetter mitspielt. Quelle: dpa

Der Meteorstrom der Perseiden bietet Freunden des Sternenhimmels in den kommenden Tagen ein besonderes Schauspiel - wenn das Wetter mitspielt.

BerlinDiesem Nachtspektakel fiebern viele Himmelsfreunde entgegen: Jedes Jahr im August geht mit den Perseiden ein ergiebiger Sternschnuppen-Regen über der Erde nieder. Besonders oft dürfte der Himmel zwischen dem 10. und 14. August aufleuchten – wenn keine Wolkendecke die Sicht trübt.

Astronomen erwarten den Höhepunkt mit rund 100 Sternschnuppen pro Stunde für die Nacht von Freitag auf Samstag. Die beste Beobachtungszeit ist am Samstagmorgen kurz vor der Dämmerung.

Ursache des Phänomens ist der Komet Swift-Tuttle, der eine lange Staubspur hinter sich herzieht. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde diesen Schweif jedes Jahr im August. Dann dringen Staubteilchen als Meteore mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre ein und verglühen dabei als helle Lichtstreifen.

In diesem Jahr könnte allerdings der Vollmond am Samstagabend das Himmelsspektakel beeinträchtigen. Damit die Helligkeit des Erdbegleiters das Auge nicht zu stark blendet, rät Christoph Prall von der Vereinigung der Sternfreunde, aus dem Schatten von Bäumen oder Gebäuden nach oben zu schauen.

Dabei sollte möglichst der Blick auf die Umgebung des Sternbildes Perseus frei bleiben. Weil der Meteorstrom von dort zu kommen scheint, wird er Perseiden genannt. Perseus steht gegen 23 Uhr am Nordost-Himmel und ist unterhalb der Kassiopeia mit ihrer markanten W-Form zu finden.

Allerdings droht über weiten Teilen Deutschlands dichte Bewölkung den Nachthimmel zu verdecken. Das unbeständige Wetter soll laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes bis zum Wochenende andauern.

Die besten Chancen auf klaren Himmel haben demnach die Menschen in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, im Saarland und im südlichen Hessen. Dort soll sich ab Donnerstag Hochdruckeinfluss bemerkbar machen. Die Norddeutschen haben dagegen in diesem Jahr eher schlechte Aussichten, das Naturschauspiel bewundern zu können.

Von

dpa

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