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10.08.2016

11:35 Uhr

Sternschnuppen

Mit 216.000 km/h durch die Atmosphäre

Der August ist Sternschnuppenzeit: In dieser Woche beschert uns die Perseiden ein besonders prächtiges Himmelsschauspiel. Bei wolkenlosem Wetter werden noch deutlich mehr Sternschnuppen aufleuchten als sonst im August.

Eine besondere Ausrüstung brauchen Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht – ein Liegestuhl und eine gute Rundumsicht reichen aus. dpa

Sternschnuppen über dem Großen Feldberg

Eine besondere Ausrüstung brauchen Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht – ein Liegestuhl und eine gute Rundumsicht reichen aus.

KölnWer einer vorbeihuschenden Sternschnuppe einen Wunsch anvertrauen möchte, sollte in den nächsten Nächten zum Himmel schauen. Denn der alljährlich wiederkehrende Meteorschwarm der Perseiden ist im Anflug und verspricht diesmal ein besonders prächtiges Schauspiel: Bei wolkenlosem Wetter werden noch deutlich mehr Sternschnuppen am Nachthimmel über Deutschland aufleuchten als sonst im August.

„Das Maximum des Stroms erwarten wir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag“, sagt Manfred Gaida, Astronom und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Bei tiefdunklem Himmel fernab der lichtdurchfluteten Städte dürften dann stündlich bis zu 150 Meteore zu sehen sein – und selbst bei etwas schlechteren Beobachtungsbedingungen dürfen Himmelsgucker noch auf mehrere Dutzend Sternschnuppen pro Stunde hoffen.

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Sternschnuppen sollen ja bei der Erfüllung von Wünschen helfen. Jetzt will ein japanisches Start-up den Himmelslichtern ein wenig nachhelfen und künstliche Sternschnuppen auf die Erde regnen lassen. Nur ein Wunschtraum?

„Die beste Beobachtungszeit dürfte am frühen Freitagmorgen zwischen 01.00 und 05.00 Uhr liegen“, sagt Gaida voraus. Da der Mond um 00.45 Uhr untergeht, wird der helle Erdtrabant die Meteore dann nicht mehr überstrahlen können.

Seinen Namen hat der sommerliche Meteorschwarm vom Sternbild Perseus. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore, den die Astronomen Radiant nennen. In Wahrheit kommen die Sternschnuppen freilich nicht aus der fernen Fixsternwelt, sondern aus der unmittelbaren Umgebung der Erde: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückließ.

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel in die Erdatmosphäre ein – mit der unfassbaren Geschwindigkeit von 216.000 Stundenkilometern. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinung, die Sternschnuppe genannt werden.

Dass in diesem Jahr besonders viele Perseidenmeteore erwartet werden, liegt am Riesenplaneten Jupiter: Alle zwölf Jahre verschiebt der größte Planet des Sonnensystems durch seine Schwerkraft den Staubstrom auf der Kometenbahn in Richtung Erdbahn. Zuletzt bescherte Jupiter auf diese Weise den Himmelsguckern im Jahr 2004 besonders viele Perseiden.

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