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11.01.2005

17:50 Uhr

Forschung + Medizin

Stichwort: Kometen

In unserem Sonnensystem gehören Kometen zu den kleinsten Objekten. Weil sie aus einer Mischung von Eis, Staub und Gestein bestehen, werden sie oft auch schmutzige Schneebälle genannt.

HB HAMBURG. Das Eis enthält dabei nicht nur gefrorenes Wasser, sondern unter anderem auch Kohlendioxid (Trockeneis), Methan und Ammoniak. Viele Kometen bewegen sich auf stark ellipsenförmigen Bahnen durch das Sonnensystem: Sie tauchen aus den Randbezirken des Sonnensystems auf und kommen der Sonne sehr nahe, wobei sie antauen und der oft spektakuläre Schweif entsteht.

Der kleine Kometenkern hüllt sich durch das Antauen in eine riesige Wolke aus Gas und Staub, die so genannte Koma. Der „Sonnenwind“, ein beständiger Teilchenstrom von der Sonne, bläst das aufgetaute Gas-Staub-Gemisch vom Kometen weg und formt dadurch den Schweif, der stets von der Sonne wegzeigt.

Neben „Deep Impact“ sind bereits mehrere Raumsonden zu Kometen gestartet. Der erste „hautnahe“ Vorbeiflug gelang 1985 der sieben Jahre zuvor gestarteten NASA-Sonde „ICE“ am Kometen Giacobini- Zinner. Anschließend wandte sich „ICE“ dem berühmten Halleyschen Kometen zu, der 1986 das Ziel einer ganzen Armada war: Dazu gehörte außer den russischen „WEGA“-Sonden und den beiden japanischen Sonden „Susei“ und „Sagigake“ auch die europäische Sonde „Giotto“. „Giotto“ sendete Bilder und Daten, die zeigten, dass Kometen sogar komplexe organische Moleküle enthalten, und setzte ihre Reise zum Kometen Grigg-Skjellerup fort, dem sie sich 1992 bis auf 200 Kilometer näherte.

Die NASA-Mission „Deep Space 1“ flog 2001 am Kometen Borelli vorbei, die Mission „Stardust“ der NASA sammelte im Januar 2004 Proben aus der Koma des Kometen Wild 2, die sie 2006 zur Erde zurückbringen soll. Erstmals in der Raumfahrtgeschichte soll die im vergangenen Jahr gestartete europäische Kometenexpedition „Rosetta“ einen Lander auf einem Kometen aussetzen. „Rosetta“ soll ihr Ziel, den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, in neun Jahren erreichen.

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