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28.11.2011

14:00 Uhr

Strahlenschäden

Neue Hoffnung auf Arznei für Strahlenopfer

Quelle:Zeit Online

Für Menschen, die lebensgefährlichen Strahlendosen ausgesetzt waren, kommt meist jede Hilfe zu spät. Bei Mäusen hat eine Therapie gegen Strahlenschäden jetzt erstmals angeschlagen.

Arbeiter in Schutzkleidung auf dem Gelände des havarierten Atomkraftwerks Fukushima. Der GAU an Japans Ostküste hat einmal mehr gezeigt, wie nötig Arzneien für Strahlungsopfer werden können. dapd

Arbeiter in Schutzkleidung auf dem Gelände des havarierten Atomkraftwerks Fukushima. Der GAU an Japans Ostküste hat einmal mehr gezeigt, wie nötig Arzneien für Strahlungsopfer werden können.

HamburgDer Tod kommt in Etappen, nach Tagen oder wenigen Wochen. Körperzellen sterben, das Knochenmark wird zerstört. Erkrankte müssen erbrechen, ihnen ist schwindelig, sie sind schwach, vielleicht fiebrig. Innere Blutungen folgen, das Magen- und Darmgewebe bricht auf. Bakterien sorgen ungehindert für neue Krankheitsherde bis Organe versagen und der Mensch stirbt.

Mediziner sind hilflos. Wer hoher ionisierender Strahlung durch radioaktive Stoffe ausgesetzt gewesen ist, hat kaum eine Chance zu überleben.

„Die meisten Medikamente nutzen wenig gegen hohe Strahlung und müssen in kürzester Zeit verabreicht werden, um überhaupt einen positiven Effekt zu haben“, sagt Eva Guinan vom Dana-Farber Krebsinstitut im amerikanischen Boston.

Nicht allein der GAU im Atomkraftwerk Fukushima-1 an Japans Ostküste zeige, wie nötig aber Arzneien werden könnten: „Es gibt ein großes Interesse an der Behandlung von Strahlenschäden, egal ob sie nun durch einen Reaktorunfall, Terrorismus oder in geringerem Ausmaß durch einen fehlerhaften Computertomografen ausgelöst wurden.“

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ofer Levy, der am Bostoner Kinderklinkum arbeitet, sucht Guinan nach einer Therapie. Sie könnten fündig geworden sein. Mäuse haben sie bereits mit ihrem Ansatz erfolgreich behandelt, wie ihre Studie zeigt, die das Magazin Science Translational Medicine veröffentlicht hat.

Zunächst setzten die Forscher Mäuse einer Strahlung von sieben Gray aus, einer auch für Menschen meist tödlichen Dosis. Nach 30 Tagen überlebten nur 5 von 110 Mäusen. Anschließend verabreichten die Mediziner gleich stark bestrahlten Tieren neben einem Antibiotikum auch eine künstlich hergestellte Variante eines Proteins, mit dem auch das menschliche Immunsystem Infektionen bekämpft.

Rund 80 Prozent der Mäuse, die zweimal am Tag mit dem Antibiotika-Protein-Cocktail behandelt worden waren, überlebten die ersten 30 Tage. Siebzehn Tiere therapierten die Mediziner weiter. Die Tiere überlebten so lange, bis die Forscher die Therapie einstellten – einmal nach vier Monaten und einmal nach acht Monaten.

Kommentare (2)

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Kalle

28.11.2011, 19:42 Uhr

Der Beitrag ist von Laien geschrieben worden, die Einheit Gray ist als Dosis ungeeignet, hier wird Sievert verwendet.
Die jeweilige Dosis wird bei den Arbeitskräften regelmässig gemessen und ist bekannt, ausserdem wird auch noch eine mögliche Kontamination gemessen.
Die Grenzwerte sind bekannt, seit 60 Jahren hat man Erfahrungen sammeln können, nicht zuletzt in Hiroshima und Nagasaki.
Wieviel Strahlenopfer hat es in Fukushima gegeben? Wieviel Tsunamiopfer? Warum spricht niemand mehr über letztere? Die Angstmache ist politisch gewollt, ich finde das schäbig.

Horst_Trummler

29.11.2011, 08:42 Uhr

In Fukushima gab es ein Erdbeben und eîne Flutwelle mit 20.000 Opfern. Bei dieser Katastrophe brachen Staudämme und eine Raffinerie brannte mit 25 Toten aus. Nebenbei verunglückten 3 Kernreaktoren des Kraftwerks Fukushima Daiichi. Durch die bei den Reaktorunfällen freigesetzte Radioaktivität wurde niemand akut strahlenkrank. Ca. 30 Arbeiter im Kraftwerksbereich erhielten eine radioaktive Dosis von 100 - 250mSv (Tepco Juni 11) was leicht über der Grenze liegt an der statistisch signifikant Gesundheitsschäden zu erwarten sind. Es ist nicht zu erwarten das irgend jemand an der freigesetzten Radioaktivität sterben wird.

Der Autor hat sich des Medienschwindels um Fukushima bemächtigt, wo viele Medien einschliesslich des Deutschen Staatsfernsehens meinten die lang erwartete ökoreligiöse Atomendzeitkatastrophe in Japan mit viel Phantasie herbeiberichten zu müssen, um seinen Artikel interessanter zu machen.

Grundsätzlich sind Therapien gegen Gesundheitsschäden aus radioaktiver Strahlung sehr wünschenswert. Es gab reale Fälle von Strahlenkrankheit wie beispielsweise 2001 in Japan als Arbeiter in einer Brennelementefabrik eine überkritische Masse zusammenrührten und 2 von Ihnen an Strahlenkrankheit starben. Im Fall Fukushima kann sind die radioaktiven Belastungen zu gering um einer Therapie zu benötigen und eine Therapie könnte eher negative Auswirkungen haben.

Vandale

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