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02.01.2014

10:18 Uhr

Streit um ersten Motorflug

Der tollkühne Mann in der ersten fliegenden Kiste

Der Streit über den ersten Motorflug der Welt schien entschieden. Am Sockel der Gebrüder Wright wagte niemand zu rütteln – bis ein Historiker neue Fakten präsentierte. Er ist überzeugt: Ein Franke flog Jahre vorher.

Gustav Weißkopf vor seinem Motorflugzeug im Jahr 1901. Er war einer der wichtigsten Luftfahrtpioniere seiner Zeit - die Anerkennung als erster Motorflieger der Welt aber verweigern renommierte Luftfahrthistoriker dem Franken. dpa

Gustav Weißkopf vor seinem Motorflugzeug im Jahr 1901. Er war einer der wichtigsten Luftfahrtpioniere seiner Zeit - die Anerkennung als erster Motorflieger der Welt aber verweigern renommierte Luftfahrthistoriker dem Franken.

LeutershausenEr war einer der wichtigsten Luftfahrtpioniere seiner Zeit - die Anerkennung als erster Motorflieger der Welt aber verweigern renommierte Luftfahrthistoriker dem Franken Gustav Weißkopf (1874-1927) bis heute. Sie halten weiterhin die US-amerikanischen Gebrüder Wilbur und Orville Wright für die Begründer der motorisierten Luftfahrt.

Doch eine Genugtuung bleibt den Anhängern von Weißkopf, der am gestrigen Mittwoch (1. Januar) vor 140 Jahren geboren wurde: Noch nie sind so viele Hinweise für Weißkopfs Pioniertat aufgetaucht wie im Jahr 2013.

Dafür hat John Brown gesorgt. Für den in Australien geborenen und heute in Braunschweig lebenden Luftfahrthistoriker ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Wrights von ihrem Sockel gestoßen werden - und der im fränkischen Leutershausen geborene Gustav Weißkopf auf diesen Sockel gestellt wird.

Brown, der im Hauptberuf Flugzeugkonstrukteur ist, liefert sich seit März 2013 einen erbitterten Streit mit Historiker-Kollegen; seine Waffen sind Dokumente, Zeitzeugenberichte und Fotos. So hat er in 15-monatigen Internet- und Archiv-Recherchen 136 historische Zeitungsartikel gefunden, die über Gustav Weißkopfs Erstflug berichten.

Demnach war am 14. August 1901 - also gut zwei Jahre vor dem motorisierten Erstflug der Gebrüder Wright - ein wenige hundert Meter langer Flug am Strand von Bridgeport im US-Staat Connecticut geglückt. Für diesen Erfolg von Weißkopf, der sich in den USA „Whitehead“ nannte, trieb Brown 17 Augenzeugenberichte auf.

„Die Beweislage ist damit bei Gustav Weißkopfs Erstflug um Klassen besser als bei den Gebrüdern Wright“, ist Brown überzeugt. Einige Zeugen wurden allerdings erst Jahrzehnte später zu dem Erstflug befragt.

Renommierte Luftfahrthistoriker wie der Luftfahrt-Kurator des Deutschen Museums in München, Hans Holzer, vermissen dagegen neben Konstruktionszeichnungen ein Foto, das Weißkopfs Erstflug belegt. Zwar glaubt Brown, auf einem Bild von der ersten Luftfahrtausstellung im Jahr 1906 in New York ein Foto von Weißkopfs Erstflug entdeckt zu haben. Tatsächlich zeigt eine 2600-prozentige Vergrößerung des Bildes schemenhaft eine Flugmaschine, die der „Nr. 21“ von Weißkopf ähnelt.

Für einen historischen Beweis aber halten das weder Holzer noch sein Kollege vom Luft- und Raumfahrtmuseum in Washington, Tom Crouch. Dazu sei das Bild zu verschwommen.

Kommentare (1)

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framu

02.01.2014, 16:35 Uhr

G. Weißkopf kann zu dieser Zeit garnicht geflogen sein:

- er hatte garkeinen Pilotenschein, geschweige denn eine entsprechende Ausbildung.
- sein Konstrukt bestand aus Materialien die damals garnicht zum Flugzeugbau zugelassen waren
- sein angeblicher Flug fand auch nicht auf einem, dafür genehmigten Areal statt.
- Weil dieser Flug nie stattfand, wurde er auch nicht dafür bestraft.

Schlüssiger kann schließlich kein Nachwweis zugusten der Gebrüder Wright sein !

;-)

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