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24.01.2005

16:30 Uhr

Studie des Robert Koch-Institut

Deutschland nur unzureichend auf tödliche Grippe vorbereitet

Deutschland ist nach Expertenansicht unzureichend auf eine Grippepandemie vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt das für den nationalen Pandemieplan zuständige Robert Koch-Institut (RKI).

Angela Merkel

Grippe? Deutschland ist laut Experten auf eine Pandemie kaum vorbereitet.

dpa MAINZ. Deutschland ist nach Expertenansicht unzureichend auf eine Grippepandemie vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt das für den nationalen Pandemieplan zuständige Robert Koch-Institut (RKI).

„Wir müssen mit 90 000 Toten in Deutschland innerhalb von vier bis sechs Wochen rechnen“, sagte RKI-Präsident Prof. Reinhard Kurth der ZDF-Redaktion „Wiso“ für eine Sendung, die am Montagabend ausgestrahlt werden sollte (19.25 Uhr).

Die Autoren des Nationalen Influenzapandemieplan gehen je nach Modellrechnung von 48 000 bis 160 000 grippebedingten Todesfällen aus. Der Grippeexperte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Klaus Stöhr, befürchtet laut ZDF weltweit mindestens zwei bis sieben Millionen Tote bei der nächsten Pandemie.

Eine Pandemie könnte in zwei Wellen kommen. Die Produktion eines geeigneten Impfstoffes dauert mindesten drei bis sechs Monate, so dass gegen die erste Welle nur ein so genannter Neuraminidase-Hemmer eingesetzt werden kann. Hauptvertreiber dieses Wirkstoffes ist die Schweizer Firma Roche AG mit ihrem Medikament Tamiflu. Während einige Länder bereits Vorräte angelegt hätten, liegen aus Deutschland laut Roche keine entsprechenden Bestellungen vor.

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