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19.01.2006

15:30 Uhr

Lachen dpa

Beim Lachen weiten sich die Blutgefäße und versorgen das Herz mit mehr Sauerstoff.

dpa BALTIMORE/NEW YORK. Beim Lachen weiten sich die Blutgefäße und versorgen das Herz mit mehr Sauerstoff, wie das Team um Michael Miller von der Universität von Maryland in Baltimore beobachtete. Dagegen schnüren Angst und Schrecken die Gefäße ein und bremsen so den Blutfluss.

Miller und Kollegen setzten Probanden in gemütliche Lehnsessel und führten ihnen Szenen aus Filmkomödien oder aus dem Kriegsfilm „Der Soldat James Ryan“ vor. Demnach weitete das Lachen über die Komödie „Verrückt nach Mary“ die Gefäße von 19 der 20 Teilnehmer und erhöhte die Blutzufuhr zum Herz im Durchschnitt um 15 Prozent. Dagegen verkrampften sich 14 der 20 Studienteilnehmer beim Anblick der Kriegsszenen so sehr, dass die Blutzufuhr zum Herz um durchschnittlich 47 Prozent abnahm, heißt es in in der Februarausgabe des Fachjournals „Heart“ (Bd. 92, S. 261).

Der Effekt des Lachens entspreche dem positiven Einfluss von Sport und Gymnastik, schreiben die Mediziner. Dagegen behindern Angst und Traurigkeit die Versorgung des Herzens ebenso wie ein Wutausbruch oder die Anstrengung bei der Lösung eines kniffligen Mathematikproblems.

Das Ergebnis stützt sich auf jeweils 160 Messungen bei den 20 jungen und gesunden Teilnehmern der Studie. Diese wurden an der Brachialarterie vorgenommen, einem Blutgefäß, das von der Schulter zum Ellenbogen führt und relativ verlässliche Auskunft über die Blutzirkulation im ganzen Körper gibt. Gemessen wurde jeweils eine Minute vor und eine Minute nach den komischen beziehungsweise blutigen Aufnahmen.

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