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20.01.2005

17:40 Uhr

Studie

Übergewicht zur Hälfte genetisch bedingt

Allen, die vergeblich gegen lästige Pfunde ankämpfen, wissen US-Forscher jetzt Trost zu spenden. Demnach ist Körperfülle nicht nur das Ergebnis kalorienreicher Portionen und eingesparter Fußmärsche. Das Erbgut entscheidet etwa zur Hälfte mit, ob jemand trotz zunehmenden Alters sein Gewicht halten kann.

dpa NEW YORK. Bei einem Lebensstil mit wenig Bewegung und zu viel Leckereien kommen die genetischen Faktoren besonders stark zum Tragen, schreiben James Romeis von der St. Louis University und Kollegen in dem Journal „Twin Research“ (Bd. 7(6), S. 596) vom Donnerstag. Natürlich seien sie nicht die Ursache für Hüftspeck und einen kräftig gewölbten Bierbauch, stellt Romeis klar. Aber mit dieser Erblast „wieder abzunehmen, kann ziemlich hart werden“, gibt er zu.

Das Team nahm knapp 8 000 Zwillinge in die Studie auf, die zur Zeit des Vietnamkriegs gemustert und in den Jahren 1987 und 1990 erneut begutachtet worden waren. Alle hatten zwischenzeitlich geheiratet und gehörten der amerikanischen Mittelschicht an. Jeder zweite der einst durchgehend normalgewichtigen jungen Männer war 25 Jahren später übergewichtig oder sogar fettleibig.

Auffällig war, dass eineiige Zwillinge mit identischem Erbgut fast immer die gleiche Entwicklung durchgemacht hatten. Dagegen war bei zweieiigen Zwillingen, die nur die Hälfte ihres Erbguts mit einander teilen, häufig nur ein Zwilling rund und schwer geworden, während der andere sein Gewicht in etwa gehalten hatte. Daraus schließen die Forscher, dass die verflixten Gene etwa zur Hälfte Schuld am Übergewicht haben.

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