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12.06.2012

13:41 Uhr

Studie

Zu wenig Schlaf verführt zu Dickmachern

Ein schon lange vermuteter Zusammenhang zwischen zu wenig Schlaf und Übergewicht wird durch Forschungserkenntnisse erhärtet: Schlafentzug verändert offenbar die Essgewohnheiten.

Currywurst an einem Fastfood-Stand. Zu wenig Schlaf macht offenbar Appetit auf ungesundes Essen. Reuters

Currywurst an einem Fastfood-Stand. Zu wenig Schlaf macht offenbar Appetit auf ungesundes Essen.

DüsseldorfWenig Schlaf aktiviert lässt Regionen im Gehirn aktiver werden, die uns bei typischen Kalorienbomben belohnen. Das schließen US-Forscher laut wissenschaft-aktuell.de aus Hirn-Scans mittels Magnetresonanztomographie, die sie derzeit auf der SLEEP 2012, der Jahrestagung der Associated Professional Sleep Societies, in Boston präsentierten.

Nach ausreichend Schlaf seien die entsprechenden Hirnareale weniger aktiv, so die Forscher. Besonders fatal wirke sich die heftigere Belohnung dadurch aus, dass die übergeordneten Hirnregionen, die für vernunftgesteuerte Entscheidungen zuständig sind, durch den Schlafmangel negativ beeinträchtigt sind, während die Instinkte noch tadellos funktionieren.

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Individuen bei eingeschränktem Schlaf ungesunde Nahrungsmittel hochgradig auffällig und belohnend finden“, zitiert das Wissenschaftsportal Marie-Pierre St-Onge vom Columbia University Medical Center. Grundlage der Forschung war die Beobachtung von 25 Männern und Frauen, die sich unter funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRI) Bilder von Essen ansahen, das als gesund beziehungsweise ungesund gilt. Jene Scans, die nach ausreichend Schlaf aufgenommen wurden unterschieden sich dabei systematisch von jenen, die nach höchstens vier Stunden Schlaf entstanden waren.

Von

std

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