Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.12.2014

10:25 Uhr

Studie zum Darwin Award

Männer sterben idiotischer

Der Darwin Award wird posthum an Menschen vergeben, die sich selbst auf besonders dumme Weise aus dem Genpool entfernen. Eine Mehrheit der „Preisträger“ ist männlich und stützt die „Theorie von den männlichen Idioten“.

Der Darwin Award wird seit 1994 vergeben. Sein Name bezieht sich auf Charles Darwin, den Vater der Evolutionstheorie. dpa

Der Darwin Award wird seit 1994 vergeben. Sein Name bezieht sich auf Charles Darwin, den Vater der Evolutionstheorie.

MorpethMänner sind Idioten und machen idiotische Sachen. Wer das bisher nur im Stillen gedacht hat, darf sich jetzt wissenschaftlicher Unterstützung erfreuen. Britische Wissenschaftler haben errechnet, dass der überwiegende Teil der Darwin-Award-Träger männlich ist. Dieser Preis wird – meist posthum – an Menschen vergeben, die sich auf besonders dumme Weise versehentlich selbst eliminiert haben.

Ihre Studie stütze die „Theorie von den männlichen Idioten“, schreiben die Forscher um John Dudley Isaacs, Direktor des Institute of Cellular Medicine in Newcastle (Großbritannien) im angesehenen „British Medical Journal“.

Der Darwin Award wird seit 1994 vergeben. Sein Name bezieht sich auf Charles Darwin, den Vater der Evolutionstheorie. Er „ehrt diejenigen, die den menschlichen Genpool verbessern, indem sie sich selbst daraus entfernen“, heißt es auf der Webseite.

Die kuriosesten Darwin-Award-Preisträger

Tödliche Pinkelpause

Ein Autofahrer, der sich während eines Staus erleichtern wollte, sprang über eine Leitplanke. Er übersah, dass sich direkt dahinter eine Schlucht befand.

Mofa im Fluss

Eine junge Frau fuhr bei starkem Regenfall in eine aus diesem Grund polizeilich gesperrte Straße und stürzte mit ihrem Mofa in einen kleinen Fluss. Kurz nachdem sie von einem Polizisten gerettet worden war, sprang sie erneut in den Fluss und ertrank. Es blieb unklar, ob sie flüchten oder ihr Mofa retten wollte.

Zu viel Sprengstoff

Zwei Einbrecher wollten einen Geldautomaten aufsprengen und benutzten dazu so viel Sprengstoff, dass das gesamte Gebäude über ihnen einstürzte.

Fahrlässiger Spaß in der U-Bahn

Ein 21-jähriger Mann sprang aus Spaß gegen einen aus einem U-Bahnhof ausfahrenden Zug der Berliner U-Bahn. Dabei geriet er zwischen die Wagen und wurde überrollt.

Russisches Roulette

Ein Staatsanwalt wollte bei einer Gerichtsverhandlung zeigen, dass in der Pistole des Angeklagten noch eine Kugel drin war und schoss sich selbst in den Kopf. Und unglücklicherweise war wirklich eine Kugel drin. Somit hatte er die Verhandlung gewonnen, jedoch auch sein Leben verloren.

Quellen: darwinawards.com, tagesspiegel.de

Zu den Nominierten gehört zum Beispiel ein Dieb, der ein Stahlseil aus einem Aufzugsschacht stehlen wollte. Leider hatte er beim Abmontieren nicht berücksichtigt, dass er noch im Lift stand - und rauschte in den Tod. Oder der Terrorist, der eine Briefbombe mit zu geringem Porto verschickte und den Brief nach der Rücksendung – warum auch immer – öffnete.

Die Wissenschaftler um Isaacs hatten sich alle für den Darwin Award Nominierten von 1995 bis 2014 angeschaut. 332 der beschriebenen Fälle waren unabhängig begutachtet und bestätigt worden. 14 Nominierungen gingen an Männer und Frauen gleichzeitig – meist Paare, denen sexuelle Abenteuerlust zum Verhängnis geworden war. Sie schieden aus der Untersuchung aus. Von den verbleibenden 318 Fällen betrafen 282 Männer und nur 36 Frauen. Der Unterschied sei statistisch hoch signifikant, schreiben die Forscher.

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Tom Schmidt

12.12.2014, 10:44 Uhr

Irgendwann in der Geschichte der Evolution kam ein Affe (Männchen) auf die Idee vom Baum herunter zu steigen, weil es da unten Futter gab. Die meisten anderen Männchen und vor allem die Weibchen dachten, so ein Idiot da unten wird er doch nur vom Löwen gefressen. Durch die Idee "Runter vom Baum" wurden auch viele vom Löwen gefressen...

Das macht doch alles Sinn, die Evolution funktioniert nach dem Prinzip Trial-and-Error, dazu braucht es eben ein paar die das durchziehen. Die Menge des Nachwuchs ist aber mehr durch die Menge der Weibchen bestimmt, also macht es Sinn, dass die dummen Ideen die Männchen ausprobieren.

Nachdem es wesentlich mehr blöde Ideen gibt als gute ist halt mit Ausschuss zu rechnen. Was lernen wir daraus? Ohne Idioten geht es nicht. Tja, es gibt Bereiche in denen man sich exponieren muss, dort gibt es dementsprechend viele Idioten, man sehe sich nur die Politik an!!! :-)

Krümel Keks

12.12.2014, 10:52 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Herr Salvatore Bonpensiero

12.12.2014, 11:35 Uhr

Ich gehe davon aus, dass diese wohl gezielt gestreute Meldung, die derzeit massiv durch die Gazetten geistert, in erster Linie dazu dienen soll, die unsäglich dumme "Frauen-Quote" in der Wirtschaft zu legitimieren.

Mit Quoten kann sich die Politik auch in Zukunft noch jahrzehnte lang beschäftigen: Schwulen-Quote, Muslimen-Quote, Kopftuchträger-Quote, Quote für Kleinwüchsige, Quote für Behinderte usw. usw. usw. usw. Das Thema "Gleichberechtigung" ist also bei weitem noch nicht ausgereizt. Damit kann man noch so manches sozialistische Wahlprogramm mit befüllen. Stattdessen verkommt Deutschland mehr und mehr durch inkompetente Politik in allen Bereichen und IFO-Sinn spricht sogar vor dem absehbaren "Abschied als Wirtschaftsnation". Naja, hauptache die Quote stimmt...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×