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24.01.2007

08:47 Uhr

Studienergebnisse

Gingko-Extrakt gegen Demenz umstritten

Ob Patienten mit Alzheimer-Demenz von Medikamenten profitieren, die Gingko-biloba-Extrakt enthalten, bleibt eine ungeklärte Frage. Derzeit verfügbare Studien liefern widersprüchliche Ergebnisse. Zu dieser vorläufigen Schlussfolgerung kommt der Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

hsn DÜSSELDORF. Laut dem Bericht liefern Studien zwar Hinweise, dass Demenz-Patienten, die mindestens 16 Wochen mit gingkohaltigen Präparaten behandelt wurden, die Aktivitäten des täglichen Lebens etwas besser bewältigen können als Patienten, die ein Scheinmedikament (Placebo) erhielten. Dieser Unterschied sei aber zum einen nur gering. Zum anderen werde er nur in zwei älteren Studien berichtet und konnte laut IQWiG im jüngsten, methodisch einwandfreien klinischen Vergleich nicht reproduziert werden.

Zweifel an diesem Nutzen würden auch dadurch gestützt, dass bei Patienten mit Alzheimer-Demenz die kognitiven Fähigkeiten (u. a. die Merkfähigkeit) durch Gingko biloba offenbar nicht verbessert werden. Generell schätzt das IQWiG die Studienlage als unzureichend ein: Bei ihrer Recherche fanden die IQWiG-Wissenschaftler nur vier Studien mit insgesamt 983 Teilnehmern, die sie in die Nutzenbewertung einbeziehen konnten.

Aufschluss könnte eine derzeit noch laufende, mit 400 Teilnehmern recht große britischen Studie geben. Allerdings ist unklar, wann deren Ergebnisse vorliegen werden.

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