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12.10.2014

22:40 Uhr

Texanische Pflegekraft

Ebola-Infektion innerhalb der USA bestätigt

Bislang war es nicht offiziell, jetzt aber hat es eine US-Bundesbehörde bestätigt: In Texas hat sich eine Pflegekraft mit dem Virus angesteckt. Eine weitere Verbreitung solle aber verhindert werden.

Das Texas Health Presbyterian Krankenhaus in Dallas: Keine neuen Patienten wurden akzeptiert, nachdem sich eine Pflegekraft angesteckt hatte. ap

Das Texas Health Presbyterian Krankenhaus in Dallas: Keine neuen Patienten wurden akzeptiert, nachdem sich eine Pflegekraft angesteckt hatte.

WashingtonDie US-Behörden haben den ersten Fall einer Infektion mit dem Ebola-Virus innerhalb der Vereinigten Staaten bestätigt. Mehrere am Samstagabend vorgenommene Tests zeigten, dass eine texanische Pflegekraft sich infiziert habe, teilte die Bundesbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) am Sonntag mit. Sie sprach von einer "verstörenden Nachricht" für die Patientin, deren Familie und Kollegen sowie die Region von Dallas. Zugleich zeigte sich die Behörde zuversichtlich, dass eine weitere Verbreitung des Virus durch "geeignete Maßnahmen" verhindert werden könne.

Bereits ein erster Test war positiv gewesen, es hatten jedoch weitere Ergebnisse ausgestanden. Die erkrankte Pflegekraft hatte den ersten auf US-Boden diagnostizierten Ebola-Patienten in einem Krankenhaus in Dallas betreut. Thomas Eric Duncan, der sich in Liberia angesteckt hatte, starb am Mittwoch. Bei der Frau wurde am Freitagabend leichtes Fieber gemessen, daraufhin wurde sie unter Quarantäne gestellt. Seitdem wird ermittelt, zu welchen Menschen die nicht weiter identifizierte Pflegekraft Kontakt hatte.

Die texanischen Gesundheitsbehörden gaben an, die Pflegekraft habe alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten. Demnach trug sie die volle Ausrüstung inklusive Kittel, Atemmaske und Handschuhen. Die Bundesbehörde Centers for Disease Control and Prevention zweifelte jedoch an, dass alle Vorschriften eingehalten wurden, und mahnte zu größerer Vorsicht im Umgang mit der Krankheit.

In den westafrikanischen Krisengebieten kommen die Helfer der Krankheit weiter nicht bei. "Das Virus ist uns weit voraus, und jeden Tag wird die Situation schlimmer", sagte der UN-Sondergesandte Anthony Banbury nach seiner Rückkehr von einer Reise durch Liberia, Guinea und Sierra Leone. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation starben von etwa 8400 Erkrankten inzwischen mehr als 4000 Menschen an Ebola.

Von

afp

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