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09.10.2014

09:16 Uhr

Tödliche Epidemie

Neuer Ebola-Verdacht in Australien

Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes wird im australischen Cairns wegen Verdachts auf Ebola behandelt. Die 57-Jährige hatte in Sierra Leone Ebola-Infizierte gepflegt. Nach ihrer Rückkehr hat sie Fieber bekommen.

Bis die Ergebnisse der Blutuntersuchung vorliegen, wird die Australierin auf der Isolierstation behandelt. AFP

Bis die Ergebnisse der Blutuntersuchung vorliegen, wird die Australierin auf der Isolierstation behandelt.

SydneyIn Australien ist eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes unter Quarantäne gestellt worden, die in Sierra Leone Ebola-Kranke betreute. Die Frau habe nach ihrer Rückkehr von einem einmonatigen Einsatz in Sierra Leone leichtes Fieber entwickelt, teilten am Donnerstag die Behörden im Bundesstaat Queensland mit.

Die 57-Jährige werde nun isoliert im Krankenhaus von Cairns behandelt, während das Ergebnis einer nach Brisbane geschickten Blutprobe noch abgewartet werden müsse. Bei den Untersuchungen soll geprüft werden, ob die Frau an Ebola erkrankt ist.

Wo Ihr Geld im Kampf gegen Ebola am besten aufgehoben ist

Wie man am besten spenden sollte

Das DZI rät dazu, keine zweckgebundenen Spenden zu geben. Das erhöhe nur den Verwaltungsaufwand. Außerdem bestehe die Gefahr, dass für eine Krise zu viel und für eine andere zu wenig gespendet wird. Eine freie Spende an eine seriöse Organisation, das heißt ohne Zweckbindung, sei stets die beste und wirksamste Art zu helfen. Das DZI hat aber eine Liste zusammengestellt von empfehlenswerten Organisationen, die zur Ebola-Spende aufrufen, sie ist auch abrufbar unter unter www.dzi.de.

ChildFund Deutschland e.V.

Child Fund hat seinen Sitz in Nürtingen, trägt das DZI-Spendensiegel und wird von dem Institut zur Spende für Ebola empfohlen. Informationen unter www.childfund.de.

Deutscher Caritasverband e.V.

Die Caritas ist Deutschlands größter Wohlfahrtsverband und wird vom DZI für Ebola-Spenden empfohlen. Infos unter www.caritas-international.de.

Deutsches Medikamenten-Hilfswerk „action medeor“

„Action Medeor“ ist laut eigenen Angaben das größte europäische Medikamentenhilfswerk. Das DZI empfiehlt es bei Spenden für Ebola. Wie man spenden kann: www.medeor.de.

Deutsches Rotes Kreuz

Seit Ausbruch von Ebola hat das Rote Kreuz laut eigenen Angaben mehr als 3.500 Freiwillige in der Region geschult. Das DZI empfiehlt die Organisation für eine Spende für Ebola. Weitere Infos unter: www.drk.de.

Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit 60 Jahren weltweit im Einsatz und fördert lautet eigenen Angaben jährlich im Durchschnitt 150 Hilfsmaßnahmen. Das DZI rät zu einer Spende an die Organisation. Infos unter www.diakonie-katastrophehilfe.de.

Don Bosco Mission

Weniger bekannt in Deutschland ist die Don Bosco Mission, eine Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Das DZI empfiehlt die Organisation für eine Spende für Ebola. Weitere Informationen über ihre Arbeit: www.donboscomission.de.

Weitere Empfehlungen des DZI

Weiter empfiehlt das DZI folgende Organisationen für eine Ebola-Spende: Handicap Internationl (www.handicap-international.de), Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ (www.sternsinger.de), Medico International (www.medico.de), Plan International Deutschland (www.plan-deutschland.de), SOS-Kinderdörfer weltweit (www.sos-kinderdörfer.de).

Sierra Leone gehört neben Liberia und Guinea zu den Ländern, die am stärksten vom Ausbruch der tödlichen Epidemie betroffen sind. Die australische Rotkreuz-Mitarbeiterin hatte in dem Land Ebola-Patienten gepflegt. „Wir wissen nicht, ob sie es hat“, sagte die Gesundheitschefin von Queensland, Jeanette Young.

Es gebe keinen Grund zur Sorge vor einer Ausbreitung. Die Patientin habe sich korrekt verhalten, und sich gleich nach Beginn des Fiebers in die Klinik begeben. Sie habe auch keinen Kontakt zu anderen Menschen gehabt.

In Australien hat es wiederholt Ebola-Verdachtsfälle bei Rückkehrern aus dem westafrikanischen Krisengebiet gegeben. Keiner der Fälle hat sich bislang bestätigt.

In Westafrika sind seit dem Ausbruch des Virus im März fast 3500 Menschen an der Krankheit gestorben.

Von

afp

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